Nach dem BiG-Modell (Bitcoin in Gold) von WisdomTree zum 31. März 2026 notiert Bitcoin gegenüber Gold um 26 % unter seinem Fair Value.
Es handelt sich nicht um einen direktionalen Call auf Bitcoin, sondern um ein Relative-Value-Signal, das darauf hindeutet, dass Bitcoin im heutigen makroökonomischen Umfeld gegenüber Gold unter seinem vom Modell implizierten Wert gehandelt wird.
Warum das wichtig ist
Die meisten Anleger betrachten Bitcoin nach wie vor als „Risikoanlage“. Diese Sichtweise ist zunehmend überholt.
Ein nützlicherer Ansatz besteht darin, Bitcoin direkt mit Gold zu vergleichen:
Die entscheidende Frage lautet also nicht: „Steigt der Bitcoin-Kurs?“, sondern vielmehr: „Ist Bitcoin im Vergleich zu Gold günstig oder teuer?“
Welche Erkenntnisse bringt das Modell?
Das BiG-Modell sagt nicht den Bitcoin-Kurs voraus. Stattdessen wird geschätzt, wo das Bitcoin-Gold-Verhältnis angesichts der aktuellen makroökonomischen Bedingungen und der Aussichten für die nächsten zwölf Monate liegen sollte.
Auf hoher Ebene vereint das Modell drei Gruppen von Einflussfaktoren:
Diese Faktoren erklären den Kapitalfluss zwischen Bitcoin und Gold.
Aktuelles Signal: Bitcoin wirkt günstig
Zum 31. März 2026:
Diese Differenz deutet darauf hin, dass Bitcoin im Vergleich zu Gold um 26 % unterbewertet ist.
Abbildung 1: Das tatsächliche Bitcoin-Gold-Verhältnis liegt deutlich unter der Modellschätzung

Quelle: WisdomTree, Stooq. Vom 31. Dezember 2013 bis zum 31. März 2026. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken.
Es handelt sich nicht um eine abstrakte Fehlbewertung. Die Lücke lässt sich direkt durch das derzeitige Zusammenspiel der Makrovariablen erklären, das das Modell erfasst.
Was verursacht die Bewertungslücke?
Das Modell spiegelt eine einfache Überlegung wider: Bitcoin reagiert stärker auf makroökonomische Veränderungen als Gold.
Wichtige Beziehungen:
Derzeit deutet die Kombination dieser Variablen darauf hin, dass der Preis von Bitcoin im Vergleich zu Gold höher sein sollte.
Die Entwicklung zählt: drei Szenarien
Dieselbe Bewertungslücke kann auf sehr unterschiedliche Weise geschlossen werden. Zum 31. März 2026 weist das Modell den folgenden drei Makroszenarien die höchste Wahrscheinlichkeit zu:
Abbildung 2: Entwicklungsszenarien für das Bitcoin-Gold-Verhältnis

Quelle: WisdomTree. 7. April 2026. Das Modell geht davon aus, dass das makroökonomische Szenario am 1. April 2026 beginnt und sich über die folgenden zwölf Monate erstreckt. Prognosen sind kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und alle Anlagen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden.
Die Lücke mag sich zwar schließen, doch der Zeitpunkt und der Weg dorthin hängen stark vom makroökonomischen Umfeld ab.
Wichtige Klarstellung: Bitcoin ersetzt Gold nicht
Die Daten stützen kein Narrativ, dass „Bitcoin Gold ersetzt“.
Bitcoin und Gold reagieren auf dieselben makroökonomischen Variablen, allerdings mit unterschiedlicher Intensität und unterschiedlichen Anlegergruppen. Eine bessere Darstellung:
Sie ergänzen sich eher, als dass sie sich gegenseitig ersetzen.
Glaubwürdigkeit des Modells
Im Großen und Ganzen handelt es sich um ein nach Recency (Aktualität) gewichtetes Ridge-Regressionsmodell, das auf monatlichen Daten vom 31. Dezember 2013 bis zum 31. März 2026 basiert. Es weist Folgendes auf:
Das Modell erklärt einen erheblichen Teil der Variation des Bitcoin-Gold-Verhältnisses, ist jedoch nicht als Instrument zum Market Timing konzipiert.
Verwendung in Portfolios
Drei praktische Anwendungen:
In der Praxis ist es ein Tool zur Positionierung. Der Vorteil liegt darin, dass Sie systematisch auf Verwerfungen setzen, wenn diese ausgeprägt sind, und zurückschrauben, sobald sie sich verringern. Die Vorgehensweise ist einfach: Beobachten Sie die Differenz, stützen Sie Ihre Entscheidungen auf den Makrokontext und vermeiden Sie es, sich zu sehr an kurzfristigen Kursschwankungen zu orientieren. Die aufgeführten Beispiele dienen lediglich der Veranschaulichung und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung dar.
Fazit
Das Modell rückt die Debatte in ein neues Licht:
Aktuell lautet die Antwort: Ja. Dem Modell zufolge scheint Bitcoin um etwa 26 % unter seinem relativen Wert zu liegen. Ob sich diese Lücke schnell schließt, hängt von den makroökonomischen Bedingungen ab, nicht nur von den Narrativen rund um Krypto.
Wenn Anleger diesen Rahmen umsetzen möchten, bietet WisdomTree die Möglichkeit, das Modell und seine Annahmen im Einzelgespräch ausführlich zu erläutern.
Bitcoin ist volatil und kann erheblichen Kursschwankungen unterliegen, einschließlich Kursverlusten. Im Gegensatz zu Gold ist Bitcoin kein physischer Vermögenswert, und sein Wert wird von Faktoren wie der Marktstimmung, technologischen Entwicklungen, regulatorischen Änderungen und Akzeptanztrends beeinflusst, die unvorhersehbar sein können. Das in dieser Analyse herangezogene Modell basiert auf historischen Zusammenhängen und Annahmen zu makroökonomischen Variablen, die in Zukunft möglicherweise nicht mehr gelten. Daher sollten seine Ergebnisse nicht als verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung herangezogen werden.
Wichtige Informationen
Dieses Material wurde von WisdomTree und seinen verbundenen Unternehmen erstellt und soll nicht für Prognosen, Research oder Anlageberatungen herangezogen werden. Zudem stellt es weder eine Empfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren oder zur Übernahme einer Anlagestrategie dar. Die geäußerten Meinungen wurden am Herstellungsdatum getätigt und können sich je nach den nachfolgenden Bedingungen ändern. Die in diesem Material enthaltenen Informationen und Meinungen wurden aus proprietären und nicht proprietären Quellen abgeleitet. Daher übernehmen WisdomTree und seine verbundenen Unternehmen sowie deren Mitarbeiter, Führungskräfte oder Vertreter weder die Haftung für ihre Richtigkeit oder Zuverlässigkeit noch die Verantwortung für anderweitig auftretende Fehler und Auslassungen (einschließlich Verantwortlichkeiten gegenüber einer Person aufgrund von Fahrlässigkeit). Die Verwendung der in diesem Material enthaltenen Informationen erfolgt nach eigenem Ermessen des Lesers. Wertsteigerungen in der Vergangenheit lassen keinen Schluss auf zukünftige Ergebnisse zu.
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