Aktie im Fokus

Arm wird zum Chip-Anbieter – CPU für KI-Agenten soll den Umsatz bis 2031 auf 25 Mrd. USD steigern!


Arm wird zum Chip-Anbieter – CPU für KI-Agenten soll den Umsatz bis 2031 auf 25 Mrd. USD steigern!

Arm wandelt sich vom neutralen IP-Lizenzanbieter zu einem Chip-Lieferanten. Die neue Inferenz-CPU soll mit Meta als ersten Kunden in fünf Jahren einen Umsatz 15 Mrd. USD generieren.  KI-Agenten im Dauerbetrieb steigern die Inferenznachfrage. Die neue Arm AGI CPU bietet mehr als die doppelte

  • Arm wandelt sich vom neutralen IP-Lizenzanbieter zu einem Chip-Lieferanten. Die neue Inferenz-CPU soll mitMetaals ersten Kunden in fünf Jahren einen Umsatz 15 Mrd. USD generieren.
  • KI-Agenten im Dauerbetrieb steigern die Inferenznachfrage. Die neueArm AGI CPUbietet mehr als die doppelte Leistungggü. x86-CPUs und CAPEX-Einsparungen von bis zu 10 Mrd. USD pro Gigawatt.
  • Die Lizenzgebühren aus Rechenzentren konnten im letzten Quartal mehr als verdoppelt werden und sollen das Kerngeschäft mit Mobilgeräten in einigen Jahren übertreffen.
  • Bis 2031 sollen der Umsatz auf 25 Mrd. USD und der Nettogewinn auf 9 USD je Aktie gesteigert werden. Die Aktie könnte nun den GD 200 zurückerobern.

Arm Holdings (ARM) gilt bisher durch die reineLizenzierung von Chip-Architekturen an andere Halbleiterhersteller als eine Art neutraler Branchenstandard ("die Schweiz der Chipindustrie").Mit der Vorstellung der ersten eigenen CPU für das Zeitalter der KI-Agenten am 24. März beim"ArmEverywhere"-Eventwandelt sich das Geschäftsmodell mit einem neuen Multi-Milliarden-Umsatzpotenzial für die nächsten Jahre grundlegend.Mitüber 22 Mio. Softwareentwicklernkannmehr als 80 % der weltweiten Entwicklergemeinschafterreicht werden. Die Chip-Architektur ist mittlerweile mit einem Anteil von 99 %aller weltweiten Smartphones integriertund wird überNeoverseauch zunehmend in KI-Rechenzentren eingesetzt. Derzeit machen Mobilgeräte etwa 40 bis 45 % den größten Anteil am Umsatzmix aus, wobei das Rechenzentrumsgeschäft (Cloud AI) in den nächsten Jahren noch größer werden soll.

Inferenz wird mit Dauerbetrieb der KI-Agenten zum neuen Wachstumstreiber

CPUs gewinnen durch die zunehmende Inferenznachfrage bzw. KI-Agenten,diemit einem durchgehenden Betriebselbstständig schlussfolgern, planen und handeln, rapide an Bedeutung. CEO Rene Haas spricht von einerVervierfachung der CPU-Nachfrage im Zusammenhang mit agentenbasierter KI.Führende Cloud-Anbieter wie AWS (Graviton), NVIDIA (Vera), Microsoft (Cobalt) und Google (Axion) setzendaher bereits starkauf Arm-basierte Chipsmit hoher Leistung und Energieeffizienz.

Mit der "Arm AGI CPU", die im3-Nanometer-Verfahrenvon TSMCgefertigtwird, adressiert Arm nun gezieltagentenbasierte KI-Infrastrukturen.Der Prozessor bietet bis zu 136 "ArmNeoverseV3"-Kerne bei einer Thermal Design Power (TDP) von 300 Watt undbietet insbesondereVorteileggü.derkonkurrierenden CPUs von AMD oder Intel. Dabei soll dieArm AGI CPUmehr als die doppelte Leistung pro Rack im Vergleich zu x86-CPUsbereitstellen,was Einsparungen bei den Investitionsausgaben (CAPEX) von bis zu 10Mrd. USDpro Gigawatt an KI-Rechenzentrumskapazität ermöglicht.

KI-generiert mit Gemini (NANO BANANA)

Metaist erster Kunde – Chip-Umsatz soll in fünf Jahren auf 15 Mrd. USD steigen

Die neuen Chips sollen laut Finanzchef Jason Child mit einer attraktiven Bruttomarge von rund 50%verkauft werden.Metaist als Co-Entwickler bereits ein erster Kunde, der dazu beitragen soll, allein mit dem Chipin etwa fünf Jahren einen jährlichen Umsatz von 15Mrd. USD zu generieren. DerHochlauf der Massenproduktion und die Systemverfügbarkeit über Partner wie Lenovo oderSupermicroist für die 2. Jahreshälfte2026geplant. In Verbindung mit einer erwarteten Verdoppelung destraditionellenIP-Lizenzgeschäftsoll der Gesamtumsatz ausgehend von knapp 5 Mrd. USD im laufenden Geschäftsjahr 2026 bis 2031 auf 25 Mrd. USD steigen. Der Nettogewinn soll zudem von erwarteten 1,75 USD auf 9 USD je Aktie anziehen, wodurch das KGV29e auf rund 16 abnimmt.

Arm steigert die Einnahmen pro Chip

Angefacht wird das Geschäft insbesondere durch den Einsatz von mehr Chips sowie höhere Preisen derneuenArmv9-Architekturen, die bei der KI-Verlagerung auf Endgeräte dominieren. AuchComputeSubsystems(CSS)werden als wichtiger Hebel für die nächsten Jahre betrachtet. Diese mit vorgefertigten Chip-Bausteinen den Entwicklungsaufwand der Kunden oft um die Hälfte und ermöglichen schnellere Markteinführungen. Derzeit gibt es 21 CSS-Lizenzen und 5 kommerzialisierte CSS-Chips, deren Anteil an den Lizenzeinnahmen von derzeit 10 bis 20 % in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 50 % steigen soll.Die Top 4 der Android-Smartphone-Hersteller liefern bereits CSS-basierte Geräte aus.

3.Quartal über den Erwartungen - Lizenzeinnahmen mit Rechenzentren mehr als verdoppelt

Im jüngsten 3. Quartal konnten die Erlöse um 26 % auf1,24Mrd. USD gesteigert werden, wobei auch die um 27 % höheren laufenden bzw. stückabhängigen Lizenzgebühren mit 737 Mio. USD einen neuen Rekordwert erreichten. Dabei gab es mehr als eine Verdoppelung bei denRoyalty-Einnahmen aus Rechenzentren. Auch dieVorab-Lizenzgebührennahmen um 25 % zu. Die Aktie könnte nun mit einem Gap Up zum Handelsstart den GD 200 zurückerobern und dadurch mit einem neuen Kaufsignal eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung Allzeithoch einleiten.

Chart von ARM Holdings PLC

Bildquellen: Shutterstock

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