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Siemens: Jetzt kaufen?


Es werde Licht im Stadion

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Die Siemens-Beteiligung Osram macht Top-Geschäfte in Südafrika. Warum die hohe relative Stärke der Aktie dennoch überrascht.

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Wie groß die Bedeutung einer Fußball-Weltmeisterschaft für internationale Konzerne sein kann, zeigt das Beispiel Siemens: Im Zusammenhang mit der WM in Südafrika hat der Technologieriese Aufträge im Wert von circa einer Milliarde Euro erhalten. Rund 80 Prozent gingen in den Aufbau der Energieinfrastruktur.

Weitere Eckpfeiler sind die Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs, einem der Schwachpunkte von Südafrika, sowie die Verbesserung der medizinischen Versorgung. Den wohl medienträchtigsten Auftrag erhielt der Leuchtmittel-Hersteller Osram, der für acht von zehn WM-Stadien für die Lichttechnik verantwortlich zeigt. Damit sind die Münchener wohl das DAX-Unternehmen, das am meisten von der Veranstaltung profitiert.

Wichtige Referenzprojekte

Zwar sind die meisten dieser Projekte großteils bereits in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert worden und wirken sich somit nicht mehr unmittelbar auf die künftigen Quartalszahlen aus. Aus strategischen Gesichtspunkten aber sehr wohl. So hat Siemens beispielsweise auch Aufträge für den Bau zweier neuer Kraftwerke in Kapstadt und Mossel Bay erhalten. Das können wichtige Referenzprojekte sein, sofern Siemens hier gute Arbeit abliefert.

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Berücksichtigt werden muss in diesem Zusammenhang, dass Südafrika in Punkto Wirtschaftsentwicklung quasi als Speerspitze für weite Teile des afrikanischen Kontinents fungieren könnte. Wenn Siemens sich hier frühzeitig eine gute Marktstellung erarbeitet, kann dies in einigen Jahren zu einem unschätzbaren Wettbewerbsvorteil in einem riesigen Emerging Market werden.

Kurzfristig haben für die Entwicklung des Aktienkurses allerdings einige andere Punkte wesentlich höhere Priorität: Profitieren könnte Siemens beispielsweise von der aktuellen Euroschwäche: Viele Produkte werden in Europa hergestellt, aber beispielsweise in den USA verkauft. Das sollte die Margen erhöhen. Probleme gibt es beispielsweise im Atomkraft-Segment, wo die Partnerschaft mit dem russischen Konzern Rosatom auf Eis liegt und der Streit mit Areva schwelt.

Mein Fazit:

Ein von Restrukturierungen geprägtes Jahrzehnt geht zu Ende. In den kommenden Jahren kann Siemens die Früchte ernten, sofern man Problemherde wie Areva in den Griff bekommt.

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Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Reports. Gratis anmelden unter: www.geldanlage-report.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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