Vishay Precision Group – Sensorspezialist surft auf der KI- und Humanoiden-Roboter-Welle!
Vishay Precision Group meldete zuletzt Rekord-Auftragseingang von 102,1 Mio. USD und +17,6 % Umsatz – die Aktie nun im Rallymodus. CEO Ziv Shoshani setzt auf KI, Rüstung und humanoide Roboter und peilt 8–10 % organisches Wachstum pro Jahr an. Chance für Mutige, Risiko bleibt der GAAP-Verlust.
Vishay Precision Group meldete zuletzt Rekord-Auftragseingang von 102,1 Mio. USD und +17,6 % Umsatz – die Aktie nun im Rallymodus. CEO Ziv Shoshani setzt auf KI, Rüstung und humanoide Roboter und peilt 8–10 % organisches Wachstum pro Jahr an. Chance für Mutige, Risiko bleibt der GAAP-Verlust.
Auftragsflut treibt den Nischenwert
Beim US-Sensorspezialisten Vishay Precision Group sprudeln die Aufträge: Im ersten Geschäftsquartal (zum 4. April) kletterte der Umsatz um 17,6 % auf 84,4 Mio. USD und übertraf die Markterwartungen deutlich. Noch eindrucksvoller fiel der Auftragseingang aus, der um 25,5 % auf 102,1 Mio. USD springt – der dritthöchste Wert der Firmengeschichte – und ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,21 ergibt: Es gehen also mehr Bestellungen ein, als ausgeliefert werden. Unterm Strich verringert VPG den Nettoverlust auf magere 0,3 Mio. USD, während bereinigt 0,07 USD je Aktie verdient werden. Die Börse reagiert euphorisch: Die Aktie schoss nach den Zahlen um rund 23 % und ging dann in eine dynamische Rally über.
Roboter-Fantasie und ehrgeizige Ziele – aber auch Stolpersteine
Für Anleger liegt der Reiz im neuen Dreijahresplan: VPG peilt ein organisches Umsatzwachstum von 8 % bis 10 % pro Jahr an und will über die kommenden drei Jahre mehr als 20 Mio. USD an Kosten herausschneiden. Konzernchef Ziv Shoshani spricht von einem hervorragenden Auftakt ins Geschäftsjahr 2026 und zeigt sich gerade mit Blick auf die Humanoiden-Robotik ermutigt – ein Feld, in dem im Quartal erste Aufträge von 1,0 Mio. USD eingehen und Gespräche mit einem vierten Roboterentwickler laufen.
Die anziehende Nachfrage nach Robotersensoren lässt die gesteckten Ziele aus Sicht des Unternehmens sogar womöglich konservativ erscheinen. Bereits 10 Mio. USD an Aufträgen steuert die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal bei, das Jahresziel liegt bei 45 Mio. USD. Doch Vorsicht bleibt geboten: VPG schreibt nach GAAP weiterhin rote Zahlen, agiert als kleiner Spezialwert mit entsprechend schwankungsanfälligem Kurs, und der laufende Konzernumbau samt neuer Führungsposten birgt Umsetzungsrisiken. Fürs zweite Quartal stellt das Management 85 bis 90 Mio. USD Umsatz in Aussicht.
Unsichtbare Technik für KI, Rüstung und Roboter
VPG ist ein Spezialist für hochpräzise Mess- und Sensortechnik: In den drei Sparten Sensors, Weighing Solutions und Measurement Systems fertigt der Konzern unter anderem Präzisionswiderstände und Dehnungsmessstreifen, die in Halbleiteranlagen, Rechenzentren, Avionik, Militär- und Raumfahrtsystemen stecken. Besonders die Sensors-Sparte boomt mit einem Auftragsplus von 57,6 % im Jahresvergleich auf 45,2 Mio. USD und einem Book-to-Bill von 1,36. Vom Bauboom der KI-Rechenzentren und vom aufkeimenden Markt für humanoide Roboter, deren Tastsinn auf solche Sensoren angewiesen ist, will VPG unmittelbar profitieren – ein struktureller Megatrend, der die Wachstumsfantasie kräftig befeuert.

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Bildquellen: KI generiert