AB Inbev spürt Bud-Light-Boykott - Gewinn unter Ewartungen
Von Ian Walker
BRÜSSEL (Dow Jones)--Anheuser-Busch Inbev hat im zweiten Quartal weniger Bier abgesetzt. Dem Brauereikonzern macht der deutliche Absatzrückgang in den USA zu schaffen. Der Gewinn ging zurück, unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Einbruch.
Das Absatzvolumen sank um 1,4 Prozent. Allein in Nordamerika brach es um 14,5 Prozent ein. Dort sinkt der Absatz seit April, als Transgender-Influencer Dylan Mulvaney einen Instagram-Post veröffentlichte mit einer personalisierten Dose Bud Light, die das Unternehmen ihm geschickt hatte. Der Post löste insbesondere bei konservativen Amerikanern einen Boykott bei Bud Light aus.
Ende Juli entließ der Konzern in seinen Büros in den USA hunderte Mitarbeiter, was weniger als 2 Prozent der gesamten Belegschaft in dem Land entsprach. Brauerei- und Lagermitarbeiter waren davon nicht betroffen.
Im größten Markt USA sank der Umsatz im zweiten Quartal um 10,5 Prozent. Das konnte allerdings durch andere Märkte und höhere Preise ausgeglichen werden. Der Konzernumsatz stieg auf 15,1 von 14,8 Milliarden Dollar. Organisch legte der Umsatz um 7,2 Prozent zu.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank auf 4,9 von 5,1 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 4,85 Milliarden gerechnet.
Der Nettogewinn brach auf 339 Millionen US-Dollar von 1,6 Milliarden Dollar im Vorjahr ein. Analysten hatten im Factset-Konsens 613 Millionen Dollar erwartet.
Im laufenden Jahr rechnet AB Inbev weiter mit einem Wachstum des EBITDA im Einklang mit dem mittelfristigen Ausblick von 4 bis 8 Prozent. Der Umsatz soll stärker zulegen.
Konkurrent Heineken hatte seinen Jahresausblick mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen diese Woche gesenkt.
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DJG/DJN/mgo/kla
(END) Dow Jones Newswires
August 03, 2023 04:39 ET (08:39 GMT)
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