Aktien Europa: Rally geht weiter - London nach Feiertag ganz vorn


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Rally an Europas Aktienmärkten geht weiter. Vor allem in London konnten sich die Anleger am Dienstag dank der Brexit-Einigung über deutliche Kursgewinne freuen - zu Wochenbeginn hatte in London wegen eines Feiertags kein Handel stattgefunden.

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Der britische FTSE 100 startete freundlich in den Handel und baute dann seine Gewinne aus. Gegen Mittag stand er 2,35 Prozent im Plus bei 6655,05 Punkten - damit erreichte er den höchsten Stand seit März, bevor die Aktienindizes weltweit von der Corona-Pandemie nach unten gerissen worden waren.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) notierte zuletzt 0,48 Prozent höher bei 3592,60 Punkten. Das bedeutete für den Eurozonen-Leitindex eine Bestmarke seit Ende Februar. Der französische CAC 40 gewann 0,46 Prozent auf 5614,17 Punkte. Von neuen Rekorden - wie zuletzt an der Wall Street und beim Dax (DAX 30) - sind die drei Indizes aber noch weit entfernt.

"Sprichwörtlich um fünf vor zwölf" hätten Großbritannien und die EU eine Einigung erzielt, kommentierten die Experten des Analysehauses Jefferies mit Blick auf den zum Jahreswechsel wirksam werdenden britischen EU-Austritt. Das schlimmste Szenario für den Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sei abgewendet worden. Deshalb stuften die Jefferies-Analysten britische Aktien auf "Bullish" hoch, prognostizieren ihnen also eine positive Entwicklung.

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Im europäischen Branchenvergleich gab es einmal mehr fast nur Gewinner. Die Nase vorn hatten Aktien aus dem Medienbereich: Deren Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 rückte um fast zweieinhalb Prozent vor. Dagegen waren die erneut schwachen Banken und Autotitel die einzigen Verlierer: Ihre Indizes gaben um 0,9 beziehungsweise 0,1 Prozent nach.

Die in London gelisteten Anteilsscheine des Reiseveranstalters TUI zogen in einem freundlichen Branchenumfeld um über sechseinhalb Prozent an. Hier setzten einige Anleger offenbar auf weitere öffentliche Hilfen.

Vor einer außerordentlichen Hauptversammlung in der kommenden Woche gehen die Meinungen über mögliche Hilfen Niedersachsens für den angeschlagenen Konzern allerdings deutlich auseinander. Die Gesamthilfe für Tui - private Kapitalspritzen inklusive - beläuft sich mittlerweile auf rund 4,8 Milliarden Euro. Auch ein Einstieg des Bundes über die Wandlung etwa von Anleihen in Aktien ist vorbereitet, was Kritiker staatlicher Eingriffe mit gemischten Gefühlen sehen./gl/mis

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