Aktien Europa: Ruhige Börsen vor Weihnachtspause


PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Kaum verändert und ohne klare Richtung haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte zum Auftakt der Weihnachtswoche präsentiert. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone notierte am späten Montagvormittag 0,10 Prozent tiefer bei 3772,81 Punkten. In Paris ging es im CAC 40 um 0,03 Prozent auf 6023,09 Punkte aufwärts. Der Londoner FTSE 100 legte um 0,42 Prozent auf 7614,09 Punkte zu.

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Die meisten Marktteilnehmer haben ihre Bücher für 2019 bereits geschlossen. Nur noch wenige Investoren nutzten noch die Möglichkeit, einige Depotpositionen anzupassen, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Dabei würden die Gewinnpositionen in den Depots übergewichtet und Verliereraktien aus den Portfolios geworfen.

Kaum positive Impulse lieferte die Ankündigung Chinas, Einfuhrzölle auf mehr als 850 importierte Güter im Wert von einigen hundert Milliarden Euro zu reduzieren. Die Zollsenkungen sollen vom 1. Januar an unter anderem die Kosten für den Import von Konsumgütern, High-Tech-Teilen, speziellen Medikamenten sowie gefrorenem Schweinefleisch reduzieren.

Unter den Einzelwerten fielen die Roche-Aktien (Roche) mit einem Kursgewinn von 0,7 Prozent auf. Der Schweizer Pharmakonzern setzt verstärkt auf das lukrative Gebiet der Gentherapie. Die Baseler erwarben vom US-Biotechunternehmen Sarepta das Exklusivrecht außerhalb der USA an der Gentherapie SRP-9001 zur Behandlung eines erblich bedingten Muskelschwundes.

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Die Papiere der Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) fielen hingegen um 1 Prozent. Die Bank bestätigte, dass der damalige Personalchef Peter Goerke im Auftrag der Credit Suisse im Februar 2019 von einer Drittfirma beschattet wurde. Es gebe aber keine Hinweise, dass der Konzernchef Tidjane Thiam, andere Mitglieder der Konzernleitung oder Mitglieder des Verwaltungsrates von der Beschattung Kenntnis gehabt hätten. Der für den Vorgang verantwortliche Manager sei fristlos entlassen worden.

Die Anteilsscheine von ArcelorMittal büßten 0,8 Prozent ein. Der weltgrößte Stahlhersteller treibt seinen Schuldenabbau mit dem Teilverkauf seiner Schifffahrtsaktivitäten voran. Die Hälfte des Schifffahrtsgeschäfts gehe an DryLog, mit dem dann ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werde, teilte ArcelorMittal mit. Unter dem Strich werde der Anteilsverkauf die Nettoverschuldung von ArcelorMittal um 530 Millionen US-Dollar reduzieren./edh/mis

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