Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger halten sich zu Wochenbeginn zurück
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften zum Wochenbeginn zunächst Vorsicht walten lassen und die weitere Entwicklung im Handelskonflikt abwarten. Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn am Montag signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den hiesigen Leitindex Dax (DAX 30) ein Minus von 0,40 Prozent auf 13 176 Punkte. Damit würde das Börsenbarometer - nach dem Hoch am Donnerstag bei rund 13 300 Punkten - die Konsolidierung auf hohem Niveau fortsetzen. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) zeichnet sich ebenfalls ein leichter Rückgang ab.
US-Präsident Donald Trump beklagte sich über die Geschwindigkeit der Handelsgespräche mit China. Die Gespräche gingen voran, aber langsam, "viel zu langsam für mich", sagte Trump. Er betonte erneut, dass vor allem China Interesse an einem Abkommen habe. "Wenn es kein großartiger Deal ist, werde ich ihn nicht machen", sagte der US-Präsident.
In Asien standen die Börsenampeln daraufhin auf rot, vor allem in Shanghai und Hongkong gerieten die Aktienkurse unter Druck. Bei den Anti-Regierungsprotesten in der chinesischen Sonderverwaltungszone war zudem erneut ein Demonstrant von einem Polizisten angeschossen worden.
Hierzulande sorgen die Details zum Durchbruch bei der Grundrente für zusätzliche Verunsicherung. Hunderttausende Bezieher kleiner Renten sollen zwar ab 2021 eine Grundrente bekommen. Finanziert werden soll dies aber ausschließlich aus Steuermitteln - etwa durch die geplante Finanztransaktionssteuer. Diese Börsensteuer ist seit Jahren hoch umstritten.
Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. Der Versicherungskonzern Talanx etwa will nach einem Sondergewinn 2019 beim Überschuss auch im kommenden Jahr die Marke von 900 Millionen Euro übertreffen. Analysten hatten jedoch im Schnitt mehr als einer Milliarde Euro erwartet. Die Aktien fielen auf der Handelsplattform Tradegate um knapp 2 Prozent.
Die Aktien des seit kurzem an der Börse notierten Softwarekonzerns TeamViewer stiegen auf Tradegate um gut 3,5 Prozent und profitierten damit von überraschend guten Quartalszahlen. Teamviewer hatte im September mit einem Emissionsvolumen von gut 2,2 Milliarden Euro den größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase hingelegt.
Um mehr als 4 Prozent wiederum sackten auf Tradegate die Anteilsscheine von Borussia Dortmund (BVB) (BVB (Borussia Dortmund)) ab. Der FC Bayern unter Interimscoach Hansi Flick hatte am Samstag das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen die Westfalen eindrucksvoll dominiert und den BVB mit 4 zu 0 besiegt./la/fba