Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach Rally kraftlos - Ifo Geschäftsklima steht an


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich nach der jüngsten Kursrally erst einmal weiter zurück. Der deutsche Leitindex Dax (DAX 30) dürfte sich damit weiter von seinem noch zum Wochenstart erreichten Jahreshoch entfernen. Gut eine Stunde vor der Eröffnung signalisierte der X-Dax (DAX 30) als Indikator für den deutschen Leitindex einen Kursabschlag von 0,31 Prozent auf 13 247 Punkte. Der Eurostoxx50 wird ebenfalls etwas schwächer erwartet.

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Noch zum Start in die Vorweihnachtswoche hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit 13 425 Punkten seinen bisherigen Höchststand seit fast zwei Jahren erreicht. Damit war auch das absolute Rekordhoch von 13 596 Punkten aus dem Januar 2018 in greifbarer Nähe. Angesichts der bereits erreichten luftigen Höhen zogen jedoch bereits am Dienstag die Anleger wieder die Bremse und nahmen lieber Gewinne mit. Auch die Wall Street, die dem deutschen Markt bereits deutlich vorweg gelaufen war, trat am Vortag auf Rekordniveau nahezu auf der Stelle.

"Die Jahresendrally ist somit ein wenig ins Stocken geraten", konstatierte Christian Henke vom Broker IG. David Iusow von DailyFX machte als Grund zudem neue Stolpersteine beim Brexit-Prozess aus, nachdem Premierminister Boris Johnson einen "No-Deal-Austritt" am 31. Januar doch nicht ausgeschlossen habe. Laut Michael McCarthy von CMC Markets wirft zudem der an diesem Freitag anstehende "Hexensabbat" schon seine Schatten voraus. Vor diesem Stichtag, an dem Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen auslaufen, können Spekulanten versuchen, die Kurse noch in eine für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen.

In Europa könnte am Vormittag insbesondere das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland Impulse geben. Die Experten der Helaba sehen gemischte Vorgaben: "Entspannungen an der (handels-)politischen Front dürften nur teilweise und insbesondere in der Ifo-Erwartungskomponente enthalten sein", hieß es in ihrem Morgenkommentar. "Zum anderen fielen die jüngsten Konjunkturumfragen uneinheitlich aus." Positives Überraschungspotenzial sehen sie daher eher nicht.

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In den Sog der Gewinnwarnung des Paketdienstleisters FedEx gerieten bereits vor dem offiziellen Handelsbeginn die Papiere der Deutschen Post (Deutsche Post) unter Druck. Vorbörslich gestärkt präsentierten sich dagegen die Aktien des Hamburger Biotechforschers Evotec (EVOTEC SE). Das Unternehmen baut seine Partnerschaft mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi aus. Dabei geht es um Substanzen der Franzosen, die etwa für die Wirkstoffforschung genutzt werden und durch das deutsche Unternehmen verwaltet werden.

Zudem könnten wegen der am Morgen bekanntgegebene Fusion von FiatChrysler und dem französischen PSA (Peugeot)-Konzern die deutschen Autobauer ins Visier der Anleger geraten. Auch rückt der Beschluss von US-Sanktionen im Zusammenhang mit der Gaspipeline Nord Stream 2 die beteiligten Unternehmen in den Fokus. Das Projekt wird unter anderem von Uniper und der BASF-Tochter Wintershall Dea mitfinanziert./tav/mis

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