Aktien Frankfurt: Corona-Sorgen lasten schwer auf dem Dax


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern der Welt hat den deutschen Aktienmarkt auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex Dax weitete am Montag seine jüngsten Verluste deutlich aus und sackte auf das Niveau von Mai ab.

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Bis zum späten Vormittag büßte der Dax (DAX 30) 1,79 Prozent auf 15 261,67 Punkte ein. Damit fiel das Börsenbarometer deutlich unter die 50-Tage-Durchschnittslinie, die als Gradmesser für den mittelfristigen Trend gilt.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Dax mit 15 810 Punkte einen Rekordstand erreicht, dann jedoch gedreht und auf Wochensicht rund ein Prozent verloren. Auch an der Wall Street entfernten sich die Indizes von ihren Rekordniveaus.

Der MDAX fiel am Montag um 1,44 Prozent auf 33 953,67 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) knickte um 1,9 Prozent ein.

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Die Inflationsangst sei zwar dank der Kommentare der Zentralbanken in den Hintergrund gerückt, schrieb Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi. Dafür aber nähmen die Sorgen rund um die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zu. Vor allem in Fernost sei ein starker Anstieg der Neuinfektionen zu verzeichnen.

Auch in den USA macht ein deutlicher Anstieg von Corona-Neuinfektionen den Behörden im Land Sorge. "Dies wird zu einer Pandemie der Ungeimpften", warnte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky.

Unter der wieder gestiegenen Nervosität der Anleger litten europaweit unter anderem die Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche. Neue coronabedingte Einschränkungen im internationalen Flugverkehr würde diesen Sektor besonders hart treffen.

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Hierzulande verloren die Papiere der Fluggesellschaft Lufthansa fast drei Prozent. Ebenfalls im MDax sackten die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Airbus (Airbus SE (ex EADS)) um knapp vier Prozent ab. Im Dax büßten die Aktien des Triebwerkherstellers MTU (MTU Aero Engines) mehr als drei Prozent ein. In den hinteren Börsenreihen ging es für die Papiere des Tourismuskonzerns TUI um fast vier Prozent nach unten.

Die Anleger mieden zu Wochenbeginn jedes Risiko, schrieb Analyst Neil Wilson von Handelshaus Markets.com. Neben den zunehmenden Sorgen bezüglich der Corona-Varianten belasteten auch steigende Fallzahlen und eine nachlassende Wirksamkeit der Impfstoffe die Zuversicht schwer.

Im Dax wiederum verzeichneten fast alle 30 Werte Verluste. Einbußen von rund drei Prozent mussten die Aktionäre von RWE hinnehmen. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kohlekraftwerk Weisweiler und andere Standorte des Energiekonzerns getroffen. Das Unternehmen schätzte die Schäden auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Gegen den negativen Trend am Gesamtmarkt setzten sich die Papiere von Hypoport (Hypoport SE) mit einem Plus von gut zwei Prozent an die Spitze des Nebenwerteindex SDAX. Bei dem Finanzdienstleister schwächte sich zwar das Geschäftswachstum bei der Kreditvermittlung im zweiten Quartal merklich ab. Insgesamt aber habe das Unternehmen wieder einmal deutlich bessere Kennziffern als der Branchendurchschnitt vorgelegt, schrieb Analyst Marius Fuhrberg von der Investmentbank Warburg. Die Immobilienplattform habe ein beeindruckendes Wachstum gezeigt./la/stk

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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