Aktien Frankfurt: Dax kaum bewegt - Lage im Nahen Osten bleibt fragil


Aktien Frankfurt: Dax kaum bewegt - Lage im Nahen Osten bleibt fragil
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinen jüngsten Verlusten hat sich der DAX am Montag stabilisiert. Börsianer sprachen von Hinweisen auf eine mögliche Entspannung im Nahen Osten; allerdings bleibt die Lage unübersichtlich. So war in einem Medienbericht von dem Vorschlag einer erneuten Waffenruhe die Rede, andererseits hatten die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, dem benachbarten Saudi-Arabien mit Angriffen auf den Ölhandel über den Seeweg gedroht. Der Ölpreis schwankte vor diesem Hintergrund und hielt sich auf hohen Niveau.

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Der deutsche Leitindex verharrte nahezu bei 24.832 Punkte. Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,1 Prozent auf 31.827 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte geringfügig zu.

Der Iran hat nach einer erneuten militärischen Eskalation eigenen Angaben zufolge Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Demnach kommen die Vorschläge von den USA, wie der Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna bestätigt hat. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte er.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus wieder eskaliert. Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung. Die zunehmenden Angriffe "deuten allesamt darauf hin, dass sich der Konflikt sowohl in seinem Ausmaß als auch in seiner Dauer ausweiten könnte," erklärte Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee.

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Die weiter angespannte Lage im Nahen Osten belastete die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa, die im MDax um mehr als ein Prozent fielen. Als negative Nachricht hinzukam ein überraschend deutlicher Gewinneinbruch bei dem irischen Wettbewerber Ryanair.

Die Aktien von Salzgitter setzten ihre Freitagserholung mit einem Gewinn von mehr als drei Prozent fort. Zum Wochenschluss hatte ein kurz vor Handelsschluss veröffentlichter, optimistischerer Geschäftsausblick den Papieren kräftigen Rückenwind verliehen. An der MDax-Spitze erholten sich die Aktien des Windanlagenbauers Nordex um gut fünf Prozent.

Unter den besten Werten im Dax stiegen die Anteilsscheine des Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers Fresenius (Fresenius SECo) um fast drei Prozent. Sie profitierten von einem optimistischen Ausblick der Analysten der Deutschen Bank auf die anstehenden Quartalszahlen.

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An der Dax-Spitze zogen die Papiere von Siemens Energy um 4,4 Prozent auf gut 154 Euro an, nachdem die Großbank UBS das Kursziel für die Anteilsscheine des Energietechnikkonzerns von 175 auf 210 Euro angehoben hatte. Diskutiert werde am Markt vor allem die Frage, wann die Dynamik der Auftragseingänge nachzulassen beginnt, schrieb Christopher Leonard. Er rechnet für das kommende Jahr mit steigenden Aufträgen in Relation zum laufenden Jahr. Untermauert werde seine positive Sicht von der jüngst erhöhten Wachstumsprognose für das Geschäft mit Gasturbinen.

Im Nebenwerteindex SDAX hatten die Aktien von FRIEDRICH VORWERK mit einem Plus von 11,6 Prozent klar die Nase vorn. Hier erwies sich ein positiv aufgenommener Analystenkommentar der Privatbank Berenberg als Antrieb. Experte Lasse Stueben ist der Ansicht, dass der Markt die Auswirkungen der geplanten Änderung des Erdkabelgesetzes auf die mittelfristigen Wachstumsaussichten des Pipeline- und Anlagenbauers überschätzt. Das Unternehmen sei vielmehr gut positioniert, um vom Wachstum bei der Einführung des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und der laufenden Modernisierung des Erdgasnetzes zu profitieren./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Bildquellen: Maksim Kabakou / Shutterstock.com

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