Aktien Frankfurt: Dax stabil nach Vortagesrutsch - EZB nun im Fokus


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Stabil hat sich der Dax (DAX 30) am Donnerstag präsentiert nach seinem massiven Kursrutsch vom Vortag im Zuge der verschärften Corona-Krise. Der Leitindex verzeichnete gegen Mittag ein Plus von 0,55 Prozent auf 11 624,09 Punkte. Marktteilnehmer werteten dies aber zunächst nur als leichte Gegenbewegung und halten kurzfristig ein weiteres Abrutschen der Kurse für möglich.

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Am Mittwoch war der Dax unter die runde Marke von 12 000 Punkten gesunken und anschließend weiter abgesackt bis auf zeitweise 11 457 Punkte und damit den tiefsten Kurs seit Ende Mai. Auslöser war die Furcht vor weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Neben der weiter anziehenden Berichtssaison rückt am Nachmittag die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren geldpolitischen Beschlüssen in den Vordergrund. "Angesichts der neuen Dynamik der Covid-19 Pandemie erwarten die Börsianer weitere geldpolitische Lockerungen oder zumindest starke Signale in diese Richtung", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der MDAX der 60 mittelgroßen Börsentitel verbuchte am Donnerstag bislang ein Plus von 0,63 Prozent auf 26 047,07 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) notierte leicht höher.

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Die Bilanzsaison ging am Donnerstag weiter mit Zahlen aus dem Dax von Fresenius (Fresenius SECo) und Fresenius Medical Care (FMC (Fresenius Medical Care)) (Fresenius Medical Care), Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) und MTU (MTU Aero Engines). Die Anteile des Gesundheitskonzerns Fresenius waren zunächst mit deutlichem Plus weit vorne, drehten dann aber ins Minus und verloren zuletzt 0,9 Prozent. Die Anteile der Dialysetochter FMC verteuerten sich um 0,8 Prozent. Am Markt war die Rede von einem guten Quartal der beiden Konzerne. Volkswagen erholten sich mit plus 2,5 Prozent etwas von ihren jüngsten Verlusten.

Delivery Hero (Delivery Hero) waren erneut bester Dax-Wert mit plus 3,6 Prozent. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits am Vortag von einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Am MDax-Ende (MDAX) ragten Aixtron (AIXTRON SE) mit hohen Kursverlusten von fast 15 Prozent negativ heraus. Der LED- und Chipindustrieausrüster blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr. Auf der Gegenseite gewannen die Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek (Nemetschek SE) nach einer Anhebung der Jahresprognose fast elf Prozent.

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Spannung versprechen zudem die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple, Amazon, Alphabet (Alphabet A (ex Google)) und Facebook. Ihre Kursgewinne in den vergangenen Monaten hatten einen Großteil zur Börsenrally beigetragen./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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