Aktien Frankfurt: Dax über 13 100 Punkte - Anleger hoffen auf Handelsabkommen


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat am Montag erstmals seit fast eineinhalb Jahren die Hürde von 13 000 Punkten übersprungen und ist weiter über 13 100 Punkte geklettert. Vor allem die Aussagen der beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China über den bevorstehenden Abschluss eines Teilabkommens im Handelsstreit ermutigten die Anleger. Zudem könnten laut dem US-Handelsminister Strafzölle auf Autoimporte aus Europa und Asien vermieden werden. Ermutigende Stimmungsdaten aus der Industrie der Eurozone vom Oktober stützten die Risikofreude zusätzlich.

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Bis zur Mittagszeit gewann der deutsche Leitindex 1,12 Prozent auf 13 106,49 Punkte und stand damit so hoch wie zuletzt Mitte Juni 2018. Für den MDAX, den Index für mittelgroße Unternehmen, ging es zum Wochenstart um 1,25 Prozent auf 26 878,18 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) rückte um 1,01 Prozent vor.

Die Anleger setzten weiter auf eine unverminderte Fortsetzung des Aufwärtstrends im Dax, der seit Anfang Oktober eingeschlagen worden sei. "Dieser könnte den Dax in den kommenden Tagen und Wochen zunächst bis auf 13 391 Punkte führen", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Als Gründe nannte er zum einen, dass sich China und die USA auf das Unterschreiben der ersten Phase eines Handelsabkommens zubewegten. Zum anderen sei seitens der USA Bereitschaft angedeutet worden, auf Strafzölle für importierte Autos aus Europa zu verzichten. "Und gleichzeitig hat die US-Notenbank gerade die Zinsen gesenkt und die Gewinne der Unternehmen sehen ziemlich gut aus", sagte Stanzl.

Favorit unter den Branchen in Europa war denn auch der Automobilsektor mit plus 3,0 Prozent. Im Dax beanspruchten die Aktien des Zulieferers Continental den ersten Platz im Index mit plus 4,2 Prozent. VW (Volkswagen (VW) vz), BMW und Daimler zählten ebenfalls zu den Favoriten mit Gewinnen von jeweils etwas mehr als 2,3 Prozent. Im SDAX sprangen die LEONI-Papiere um 10 Prozent hoch, während Schaeffler um knapp 4 Prozent zulegten.

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Vorsichtige Worte der VW-Tochter TRATON bremsten derweil diese Papiere etwas aus, der positiven Stimmung entzogen sie sich mit plus 1,5 Prozent aber nicht. "Wir bestätigen unsere Ziele für 2019, bereiten uns aber gleichzeitig intensiv auf ein deutlich schwierigeres Umfeld im Jahr 2020 vor", sagte der Chef des SDax-Unternehmens Andreas Renschler.

Die Aktien des 2018 von Siemens abgespaltenen Medizintechnikunternehmens Siemens Healthineers erreichten nach vorgelegten Quartalszahlen ein Rekordhoch bei 41,475 Euro. Zuletzt ging es an der MDax-Spitze um 6,8 Prozent auf 40,93 Euro hoch. Die Aktien des Mobilfunknetzbetreibers Telefonica Deutschland stiegen nach Quartalszahlen um 1,7 Prozent. Gelobt wurde hier vor allem die gestiegene Zahl der Vertragskunden im Mobilfunkbereich.

Für die Papiere des Zahlungsdienstleisters Wirecard ging es ebenfalls wieder deutlicher aufwärts. Sie legten im Dax um 3,7 Prozent zu. Wirecard sieht sich nach eigenen Prüfungen vom Vorwurf der Bilanzfälschung in der Wirtschaftszeitung "Financial Times" (FT) entlastet. "Die Darstellungen in der FT sind falsch", sagte Vorstandschef Markus Braun dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Zudem wurden Details zum Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Euro bekannt gegeben./ck/jha/

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--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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