Aktien Frankfurt: Erholung hält an - Schnäppchenjäger unterwegs


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem kräftigen Kursrücksetzer am Vortag haben Schnäppchenjäger am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt wieder für steigende Kurse gesorgt. Der Dax (DAX 40) lag am Nachmittag mit 0,85 Prozent im Plus bei 15 377,62 Punkten. "Der Deutsche Aktienindex kann sich auch bei größeren Schwächeanfällen auf eine Käufergruppe verlassen, die ihn schon in den Vormonaten mehrfach wieder aufgefangen hat", erklärte Börsenstatistiker Andreas Büchler von Index Radar.

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Der MDAX der mittelgroßen Börsenwert dämmte seine Gewinne etwas ein und stand zuletzt noch mit 0,45 Prozent im Plus bei 34 655,90 Zählern. Im EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50), dem Leitindex der Eurozone, betrug das Plus 0,88 Prozent auf 4094,44 Punkte.

Die Anleger warteten nun gespannt auf die Eröffnung der Wall Street, schrieb Marktbeobachter Andreas Lipkow von Comdirect. Dort hatte noch am Vortag neben der Schwäche bei den Techwerten auch die Sorge vor einer möglichen US-Haushaltssperre noch auf den Kursen gelastet - für den neuen Handelstag deutete sich aber auch an der New Yorker Börse eine Entspannung an.

Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets hält die Zitterpartie an den Aktienmärkten indes noch längst nicht für ausgestanden. "Der Teufelskreis aus Lieferengpässen, steigenden Rohstoffpreisen, anziehender Inflation und steigenden Zinsen schlägt den Akteuren am Aktienmarkt derzeit gehörig auf den Magen", konstatierte der Marktbeobachter..

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Nach der jüngsten Flucht der Investoren aus Technologiewerten und Corona-Gewinnern ging es zur Wochenmitte hierzulande wieder in die Gegenrichtung: Davon profitierten etwa Aktien aus dem Bereich Pharma Medizintechnik wie Sartorius (Sartorius vz) und Merck, beide stiegen um mehr als 1 Prozent. Für den Wirktstoffforscher Evotec (EVOTEC SE) ging es sogar um mehr als 5 Prozent nach oben.

Auch Chipwerte konnten nach deutlichen Vortagesverlusten zulegen, allerdings bremste laut Marktbeobachtern der durchwachsene Ausblick des US-Halbleiterherstellers Micron eine noch stärkere Kurserholung aus. Infineon verteuerten sich um rund ein halbes Prozent, Aixtron (AIXTRON SE) um rund 1 Prozent. Gleichzeitig blieben aber auch sogenannte Substanzwerte wie die Autobauer bei den Anlegern hoch im Kurs, allen voran Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) mit mehr als 3 Prozent.

Im MDax gehörten GEA mit 3,7 Prozent Kursaufschlag zu den Favoriten. Analysten lobten die auf dem Kapitalmarkttag präsentierte Wachstumsstrategie des Maschinen- und Anlagenbauers und zeigten sich insbesondere von den Margenzielen überrascht.

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Rückenwind mit plus 2,7 Prozent erhielt auch Flugzeugbauer Airbus (Airbus SE (ex EADS)) durch ein positives Votum von Bernstein.

Dagegen trafen Pläne von HeidelbergCement für den Einstieg bei einem US-Softwarespezialisten für Baustoffe auf Skepsis am Markt. Die Aktien waren mit minus 2,3 Prozent Dax-Schlusslicht. In den hinteren Börsenreihen ging es zudem für den Biokraftstoffehersteller Verbio (VERBIO Vereinigte BioEnergie) zeitweise über 59 Euro auf ein Rekordhoch, zuletzt stand noch ein Plus von mehr als sieben Prozent zu Buche. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht noch viel mehr Luft nach oben und ruft inzwischen ein Kursziel von 80 Euro auf.

Der Euro fiel am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit November 2020 und wurde am Nachmittag mit 1,1648 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1678 Dollar festgesetzt.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,28 Prozent am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,10 Prozent auf 144,35 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,25 Prozent auf 170,16 Punkte./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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