Aktien Frankfurt: Luft bleibt raus nach Vorwochenrally


Aktien Frankfurt: Luft bleibt raus nach Vorwochenrally
Werte in diesem Artikel
Indizes

25,369.78 EUR 103.25 EUR 0.41 %

6,297.00 EUR 24.50 EUR 0.39 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 40) hat am Dienstag an seinen verhaltenen Wochenauftakt angeknüpft. An einem Tag mit vielen Unternehmensberichten sahen Börsianer die Aktienmärkte nach ihrer Vorwochenrally weiter im Konsolidierungsmodus. Der deutsche Leitindex lag am zur Mittagszeit mit 0,15 Prozent im Minus bei 15 112,64 Punkten. Etwas darunter bei 15 045 Punkten verläuft die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend.

Werbung

Getrieben von einem Kurssprung bei Telefonica Deutschland nach einer Übernahmeofferte schaffte es der MDAX nach schwachem Start ins Plus. Er legte zuletzt um 0,61 Prozent auf 25 060,46 Punkte zu. Während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) um 0,2 Prozent fiel, zeichneten sich auch an den US-Börsen moderate Verluste ab.

"Dem deutschen Leitindex ist die Puste ausgegangen, auch mangels fundamentaler Impulse und der Tatsache, dass die Zinssenkungsfantasie nicht noch größer wurde", schrieben am Morgen die Experten der Landesbank Helaba. Am Dienstag bremsten auch Vorgaben aus Fernost, wo Außenhandelsdaten aus China schwach ausfielen, während Australiens Notenbank den Leitzins anhob. Dies stand im Gegensatz zu den jüngsten Hoffnungen auf nicht mehr weiter steigende Zinsen.

Nachdem die Berichtssaison zu Wochenbeginn eine Pause eingelegt hatte, ging es nun wieder heißer her. Auch von Telefonica Deutschland gab es Zahlen, Tagesthema aber war hier eine Übernahmeofferte. Die Aktien sprangen um bis zu 40 Prozent hoch, nachdem bekannt wurde, dass der spanische Mutterkonzerns Telefonica 2,35 Euro je Aktie bietet. Ein Kurseinbruch von Anfang August wurde damit wieder wett gemacht. Damals hatte der bisherige Partner 1&1 seine neue Netzkooperation mit Vodafone bekannt gegeben.

Werbung

Im Dax sackten die Papiere von Daimler Truck nach Zahlen um 3,4 Prozent ab auf das niedrigste Niveau seit Anfang Juni. Der Nutzfahrzeughersteller steigerte seine Geschäfte weniger stark als von Analysten gedacht. Angesichts eines enttäuschenden operativen Ergebnisses verwies der Citigroup-Experte Klas Bergelind in einem ersten Kommentar auf Lieferkettenprobleme. Zum Thema wurde auch ein schwacher Auftragseingang.

Mit fast zehn Prozent Minus waren die Kursverluste beim SDax-Wert Adtran Holdings (ADTRAN) noch viel deutlicher. Der US-Telekomausrüster rechnet mit anhaltend schwachen Geschäften und setzt deshalb überraschend seine Dividende aus. Die Tochter Adtran Networks (Adtran Networks SE), die ebenso im SDAX notiert ist, entwickelte sich nach Zahlen unauffällig.

Es gab aber auch positive Überraschungen: Fraport überzeugte im MDax die Anleger mit seinem Quartalsbericht, der einen Kursanstieg um fast vier Prozent zur Folge hatte. Die Rückkehr der Reiselust nach der Corona-Krise bescherte dem Flughafenbetreiber im Sommer das lukrativste Quartal seiner Geschichte. Börsianer sprachen von "ausgezeichneten Gewinnkennziffern".

Werbung

Ebenfalls im MDax fielen nach dem Quartalsbericht noch die Aktien von Hella (HELLA GmbHCo) positiv auf, indem sie um 2,3 Prozent auf das höchste Niveau seit Ende April anzogen. Norma Group (NORMA Group SE) aus dem SDax dagegen rutschten um zwei Prozent ab. Zwischenzeitlich kamen sie auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als einem Jahr an.

Mit Manz gab es außerhalb der Dax-Familie noch eine sehr auffällige Aktie. Die Hoffnung auf eine Geschäftsbelebung sorgte für einen Kurssprung um fast ein Viertel, womit eine Erholung des Kurses vom Rekordtief viel Schwung holte. Zuletzt war der Kurs erstmals unter 10 Euro gefallen, diese Marke wurde nun locker wieder eingeholt./tih/stk

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.