Aktien New York: Kaum Reaktion auf Fed-Zinsentscheid
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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Mittwoch erst einmal kaum auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed reagiert. Wie weithin erwartet senkten die Währungshüter erstmals seit der Finanzkrise vor über zehn Jahren den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt. Angesichts der Abkühlung der Weltwirtschaft und schwelender Handelskonflikte hatte sich der Schritt abgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte die Fed noch vier Mal die Zinsen angehoben.
Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) verzeichnete zuletzt ein Minus von 0,08 Prozent auf 27 176,66 Punkte und blieb damit so lethargisch wie schon seit Tagen. Für den Monat Juli steuert der Leitindex damit aber auf einen Wertzuwachs von mehr als zwei Prozent zu. Der marktbreite S&P 500 verlor zuletzt 0,04 Prozent auf 3012,08 Punkte, während der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 um 0,14 Prozent auf 7963,39 Zähler zulegte.
Unterdessen beendeten China und die USA die jüngste Runde ihrer Handelsgespräche ohne sichtbare Fortschritte. Es wurde aber vereinbart, die Verhandlungen im September in den USA fortzusetzen, wie das chinesische Handelsministerium mitteilte. Beide Seiten hätten einen "offenen, effizienten und intensiven Austausch" geführt, hieß es.
Im Fokus standen wieder Unternehmenszahlen. Die Apple-Aktionäre (Apple) konnten sich über ein Kursplus von über vier Prozent auf 217,58 US-Dollar freuen - damit waren die Titel des Konzerns Spitzenreiter im Dow und zudem so teuer wie zuletzt Anfang November.
Analysten sprachen von soliden Resultaten für das dritte Geschäftsquartal. Die Autoren des Bernecker-"Aktionärsbriefs" hoben die weiter nachlassende Abhängigkeit vom iPhone positiv hervor und verwiesen auf das prozentual zweistellige Umsatzwachstum bei den Online-Diensten und anderen Produkten wie etwa der Computeruhr Apple Watch und anderen sogenannten Wearables. Zudem liegt Apples Umsatzziel für das laufende Quartal über den Markterwartungen.
Die in New York gelisteten Aktien von Fiat Chrysler (Fiat Chrysler (FCA)) verteuerten sich nach der Zahlenvorlage um 2,7 Prozent. Der italienisch-amerikanische Autobauer kann in der allgemeinen Branchenflaute auf die rund laufenden Geschäfte auf dem amerikanischen Kontinent zählen. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem starken Zahlenwerk. Zudem sagte Vorstandschef Mike Manley, eine insgesamt robuste Nachfrage sowie Maßnahmen zur Kostendisziplin ließen die Jahresprognose des Konzerns in Reichweite gelangen.
Dass Amgen nach einem überraschend guten zweiten Quartal die Jahresziele nach oben revidierte, bescherte dem Biotechkonzern ein Kursplus von fast fünf Prozent. Papiere von General Electric (GE) (General Electric) gewannen nach heftigen Kursausschlägen zuletzt knapp zwei Prozent. Der Industriekonzern war im vergangenen Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht, hob aber dennoch die Jahresziele an.
Wenig Freude hatten die Anleger mit Spotify: Dass der Musikstreaming-Marktführer im vergangenen Quartal nicht so viele zahlende Nutzer gewonnen hatte wie erhofft, ließ die Aktien um fast zwei Prozent sinken./gl/fba
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