Aktien New York: Weitere Verluste wegen erneutem Ölpreisschub


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NEW YORK (dpa-AFX) - An den New Yorker Aktienmärkten geht es am Donnerstag aus Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten weiter bergab. Deutlich steigende Öl- und Gaspreise im Zuge des Iran-Kriegs verstärkten die Inflations-Ängste der Anleger.

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Die Verluste in New York waren jedoch etwas geringer als in Europa und Asien, wo die Wirtschaft stärker von Öl- und Gasimporten abhängig ist. Während der europäische EuroStoxx mehr als zwei Prozent verloren hatte, büßte der US-Leitindex Dow Jones Industrial zwei Stunden vor Schluss 0,9 Prozent ein auf 45.819 Punkte. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,8 Prozent auf 6.575 Zähler. Für den technologielastigen NASDAQ 100 ging es um 0,9 Prozent auf 24.210 Zähler bergab.

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden. Deshalb und wegen der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge, dass ein Energiekrieg entsteht. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent näherte sich am Donnerstag zeitweise wieder der 120-Dollar-Marke.

Das Risiko einer Energiekrise - ähnlich wie nach der Ukraine-Invasion im Jahr 2022 - ist laut einem Kommentar des LBBW-Strategen Frank Klumpp gewachsen. Historische Vergleiche zeigten, dass Börsenkorrekturen bei Terror- und Kriegsereignissen zumeist einige Monate andauerten, ehe eine Erholung einsetzt. Darüber hinaus seien die Bewertungen vor allem in den USA hoch. Eine defensive Positionierung sei weiterhin angebracht.

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Die Aktien von Micron Technology zollten nach Zahlen ihrem starken Lauf in diesem Jahr Tribut mit einem Rückschlag, der unter Schwankungen zuletzt fast vier Prozent groß war. Der Speicherchip-Spezialist hatte überraschend gute Zahlen und Geschäftsziele vorgelegt. Wie zuletzt schon in anderen Fällen schmeckten den Anlegern hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion nicht.

Bei den in New York gelisteten Anteilsscheinen von Alibaba (Alibaba Group) mussten die Anleger einen Kursrückgang um 6,6 Prozent verkraften. Der chinesische Technologieriese, dessen Titel auch in New York gelistet sind, kam im vergangenen Quartal auf einen enttäuschend geringen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn brach außerdem um gut zwei Drittel ein.

Bergbau- und Metallaktien litten unter sinkenden Preisen. Weil die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen nicht nur die Gold- und Silberpreise deutlich, sondern auch die Preise von Industrierohstoffen und Metallen. Aktien des Goldproduzenten Newmont Mining (Newmont) büßten fast neun Prozent ein. Beim Aluminiumkonzern Alcoa (Arconic) betrug der Abschlag fast zehn Prozent.

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Eine positive Ausnahme waren die Aktien von Align Technology. Sie zogen um fast zwei Prozent an nach einem Bericht, wonach der aktivistische Investor Elliott eine bedeutende Beteiligung an dem Dentaltechnikunternehmen aufgebaut haben soll. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise./tih/jha/

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