Aktien Schweiz schwächer - Pandemie-Sorgen belasten
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ZÜRICH (Dow Jones)--Mit deutlichen Verlusten hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Donnerstag beendet. Weiterhin belasteten die steigenden Corona-Infektionszahlen und damit einhergehend die Angst vor neuerlichen Beschränkungen, aber auch die politischen Unwägbarkeiten wie die bevorstehende US-Wahl. Der ifo-Index, der wie erwartet von einer fortgesetzten Erholung der deutschen Wirtschaft zeugte, gab dem Markt keine positiven Impulse.
Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 10.212 Punkte. Alle 20 SMI-Werte schlossen im Minus. Umgesetzt wurden 51,29 (zuvor: 42,32) Millionen Aktien.
Aktien der unter dem Niedrigzinsumfeld leidenden Banken und Versicherungen wurden zusätzlich vom Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gebremst. Diese hatte den Leitzins von derzeit minus 0,75 Prozent erwartungsgemäß unverändert gelassen. Neu im Begleitkommentar der SNB war die Aussage, dass sie punktuell am Repomarkt aktiv sei. Zugleich teilte die Notenbank mit, dass sie gewillt sei, stärker am Devisenmarkt zu intervenieren. Der Franken gab daraufhin geringfügig nach, was den Aktienmarkt aber nicht stützte.
Die Aktien der Großbanken CS Group und UBS verloren 2,2 und 2,3 Prozent. Im Versicherungssektor gaben Swiss Life, Swiss Re und Zurich Insurance zwischen 1,3 und 1,9 Prozent ab.
Klar im Minus lagen auch die Aktien der Pharmakonzerne Novartis und Roche. Sie gingen 1,4 und 0,7 Prozent niedriger aus dem Handel. Alcon und Lonza verbilligten sich um 1,6 und 1,7 Prozent.
Defensive Werte hielten sich kaum besser als der Markt. Schwergewicht Nestle sank um 0,8 Prozent. Swisscom fielen um 0,5 Prozent.
Technologiewerte gerieten zunächst mit sehr schwachen Vorgaben aus den USA unter Druck. Dort war am Vorabend die Nasdaq um 3 Prozent eingebrochen. Allerdings machten die Nasdaq-Indizes am Donnerstag wieder Boden gut, was den Verkaufsdruck im späteren Verlauf milderte. Für Logitech ging es um 0,4 Prozent abwärts. Bei Ams (-0,1 Prozent) dürfte eine Kurszielerhöhung der Deutschen Bank gestützt haben, zumal die Analysten ihre Kaufempfehlung bekräftigten.
Nachdem weitere Gebiete innerhalb der EU zu Risikogebieten erklärt worden waren, mussten die ohnehin schon gestraften Aktien der Reisebranche neuerliche Verluste verzeichnen. Die Aktie von Dufry, eines Betreibers von Duty-Free-Läden, fiel um 2,2 Prozent. Flughafen Zürich gaben um 1,3 Prozent nach.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/err
(END) Dow Jones Newswires
September 24, 2020 11:53 ET (15:53 GMT)
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