Ausblick revidiert

AT&S-Aktie im Sinkflug: AT&S muss sich einen neuen Vorstandschef suchen -- Korea-Geschäft wird an Somacis verkauft


AT&S-Aktie im Sinkflug: AT&S muss sich einen neuen Vorstandschef suchen -- Korea-Geschäft wird an Somacis verkauft

Der Vorstandschef des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S, Andreas Gerstenmayer, scheidet zum 30. September vorzeitig aus dem Vorstand aus.

Die Entscheidung sei "völlig überraschend", erklärte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage der österreichischen Nachrichtenagentur APA, ohne weitere Details zu den Hintergründen oder der Nachfolge zu nennen. Der Industrielle Hannes Androsch, dessen Stiftung mit 18 Prozent am Leiterplattenhersteller AT&S beteiligt ist, sprach von einer "persönlichen Entscheidung" Gerstenmayers.

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Koreanische Tochter verkauft

Der österreichische Leiterplattenhersteller AT&S verkauft seine koreanische Tochter AT&S Korea und damit sein Werk in Ansan für gut 405 Millionen Euro an die italienische Technologiefirma Somacis. Das teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen, ein Closing wird bis März 2025 erwartet. Den Ausblick für 2024/25 und 2026/27 korrigierte das Unternehmen nach unten.

AT&S übernahm das Werk in Ansan im Jahr 2006 und fertigte dort unter anderem Leiterplatten für medizinische Produkte wie Herzschrittmacher und Hörgeräte. Mit der Veräußerung zieht sich das Unternehmen vollständig aus Korea zurück, wie ein Sprecher zur österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet AT&S aus dem Standort in Ansan gut 90 Millionen Euro an Umsatz.

In Wien verliert die AT&S-Aktie zeitweise 5,65 Prozent auf 19,55 Euro.

/tpo/APA/men

WIEN/LEOBEN (dpa-AFX)

Bildquellen: AT&S

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