Automobilbauer warnen vor hartem Brexit


BERLIN (Dow Jones)--Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat anlässlich des EU-Gipfels vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU gewarnt. Es müsse alles darangesetzt werden, "die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen", forderte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Ein Ende der Übergangsphase ohne Abkommen hätte schwerwiegende Folgen für die Automobilindustrie."

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Die Automobilindustrie brauche ein Abkommen, das den Handel ohne Zölle oder Quoten ermögliche, handhabbare Ursprungsregeln und ein Kapitel zur regulatorischen Kooperation beinhalte. Nötig sei "ein zukunftsgerichtetes, faires und vor allem sicheres Regelwerk für die zukünftigen Beziehungen", so Müller. Doch knapp 90 Tage vor Ende der Übergangsfrist sei noch immer unklar, nach welchen Regeln der Handel mit dem Vereinigten Königreich ab Januar ablaufen werde.

Die deutsche Automobilindustrie ist samt Zulieferbetrieben mit über 100 Standorten in Großbritannien vertreten. Im vergangenen Jahr waren die Exporte auf die Insel bereits von 810.000 Pkw in 2015 auf rund 590.000 Pkw gesunken. Laut einer Studie des Handelsverbands der britischen Automobilindustrie SMMT könnte ein "No Deal"-Szenario bis zu 110 Milliarden Euro zusätzliche Kosten für die europäische Automobilindustrie bedeuten.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/jhe

(END) Dow Jones Newswires

October 15, 2020 06:40 ET (10:40 GMT)

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