Baden-Württemburg fordert vom Bund Unterstützung beim Mobilfunkausbau


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BERLIN (Dow Jones)--Baden-Württemberg hat das vom Bund geplante Mobilfunkförderprogramm gelobt und hofft wegen seiner spezifischen Topographie auf einen überproportionalen Anteil der Förderung. Das Bundesland fordert vom Bund die Förderung von mindestens 500 Mobilfunkstandorten, so Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Im Kampf gegen die Funklöcher will die Bundesregierung 1,1 Milliarden Euro für den Mobilfunknetzausbau bereitstellen, um bundesweit bis zu 5.000 Mobilfunkstandorte zu errichten.

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"Die Corona-Krise hat erst recht deutlich gemacht, wie wichtig eine leistungsfähige und zuverlässige digitale Infrastruktur ist", erklärte Hoffmeister-Kraut. "Das gemeinsame Bekenntnis zum Mobilfunkausbau ist ein wichtiger Schritt, um den Ausbau in Deutschland zu bewältigen."

Der auch für die digitale Infrastruktur zuständige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die Mobilfunkbranche und eine Vertreterin der Kommunen für den Mittag zum 2. Mobilfunkgipfel in sein Ministerium eingeladen. Dabei gehe es darum, den Mobilfunkausbau und die Mobilfunkversorgung in Deutschland weiter voranzutreiben. Mobiles Surfen und Telefonieren müsse immer und überall möglich sein, so das Ministerium. Der Bund will die Infrastruktur stärken, den Bau von Mobilfunkmasken fördern und eine Mobilfunk-Infrastrukturgesellschaft ins Leben rufen.

Hoffmeister-Kraut sagte, sie unterstütze die Bundesregierung auch in ihrer geplanten Kommunikationsinitiative, um bei der Auswahl von geeigneten Mobilfunkstandorten bei der Bevölkerung mehr Akzeptanz zu schaffen.

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Auf dem 1. Mobilfunkgipfel im Juli 2018 hatten sich die Mobilfunknetzbetreiber zu Ausbauzielen verpflichtet. Dabei wurde vereinbart, dass bis Ende 2021 99 Prozent der Haushalte mit modernen 4G-Mobilfunknetzen zu versorgen sind von zuvor 98 Prozent. Besonders der entlegene ländliche Raum ist von Funklöchern betroffen. Dort ist der Ausbau wegen der verhältnismäßig geringen Kundenzahl teurer als in der Stadt. In der Vergangenheit wurde auch wiederholt das langsame Genehmigungsverfahren für den Ausbau moniert.

An dem 2. Mobilfunkgipfel werden unter anderem Scheuer, Bundesministerin Julia Klöckner, Bundesministerin Svenja Schulze und die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Deutscher Städtetag Verena Göppert teilnehmen. Von Unternehmensseite haben Deutsche-Telekom-Vorstandsmitglied Dirk Wössner, Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter, Telefonica-Deutschland-Chef Markus Haas und United-Internet-Chef Ralph Dommermuth ihre Teilnahme zugesagt.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/brb

(END) Dow Jones Newswires

June 16, 2020 04:37 ET (08:37 GMT)

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