Banken verlangen Klarheit über Regeln nach dem Brexit


Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die privaten Banken in Deutschland haben baldige Klarheit über die künftigen Regeln im Finanzbereich mit Großbritannien infolge des Brexit gefordert. "Unsere Uhr tickt schneller als die von Herrn Barnier", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Krautscheid, mit Blick auf EU-Verhandlungsführer Michel Barnier.

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"Wir brauchen früher Klarheit, was am 1.1. in London noch erlaubt ist und was nicht erlaubt ist." Die Banken müssten entsprechende Vorkehrungen mit Blick auf IT und Personal treffen. "Da, wo Klarheit geschaffen werden kann, brauchen wir die deutlich vor dem 1. Januar."

Die Brexit-Lage habe sich sehr deutlich verändert. "Auch wir gehen jetzt davon aus, dass wir in dem Vertrag, so er zustandekommt, keine wesentlichen Regeln zu Finanzthemen sehen werden", sagte Krautscheid zu Journalisten. Man sei also angewiesen auf Äquivalenzregeln. "Wir wissen heute nur in einem einzigen Punkt, dass wir da Sicherheit haben werden", erklärte er. Beim Clearing werde es eine zeitlich befristete Äquivalenzerklärung der EU-Kommission geben.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/smh

(END) Dow Jones Newswires

July 15, 2020 04:49 ET (08:49 GMT)

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