BASF: "Wir haben die Preissetzungsmacht zurückgewonnen"
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Von Olaf Ridder
DOW JONES--Ungeachtet aller geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken vor allem im Hinblick auf den Konflikt im Nahen Osten ist der Chemiekonzern BASF mit Blick auf die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal optimistisch gestimmt. Finanzvorstand Dirk Elvermann äußerte in einer virtuellen Analystenkonferenz die Erwartung, dass sich die Preissetzungsmacht im laufenden Quartal entfalten werde. "Wir haben die Preissetzungsmacht zurückgewonnen und sie werden das im zweiten Quartal sehen", sagte er.
BASF hatte im März wegen gestiegener Rohstoffkosten die Preise für seine Produkte kräftig angehoben. Kurzfristig sei BASF optimistisch, aber für den weiteren Geschäftsverlauf könne man noch keine validen Aussagen machen, so Elvermann.
Niemand wisse, wie sich die Krise im Nahen Osten weiterentwickeln und auch nicht, wie sich die weitere Nachfrage entwickeln werde. Bisher sehe BASF keinen Rückgang, allerdings reiche die Visibilität derzeit nur für vier Wochen, sagte Christian Jutzi, President Corporate Finance des Chemiekonzerns.
Im März habe man einen signifikanten Anstieg bei den Volumina für die verbrauchernahen Downstream-Chemikalien gesehen. Ein Grund sei auch, dass eine gewisse Angebotsknappheit in Südostasien dafür gesorgt habe, dass bestimmte Importe nach Europa nicht mehr in dem Umfang wie zuvor kämen. "Es gibt also eine gewisse Unsicherheit, die die Nachfrage unterstützt", sagte Jutzi. "Wir müssen abwarten, ob das anhält und ob es nachhaltig ist."
Elvermann sagte, er rechne im zweiten Quartal mit einer signifikanten Verbesserung in den BASF-Segmenten Chemicals und Materials. Auch für Industrial Solutions sehe man eine solide Nachfrage. Nutrition & Care dürfte bei schwierigen Bedingungen etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals liegen. Surface Technologies werde wegen des schwachen Automobilmarkt voraussichtlich unter dem Niveau des Vorquartals bleiben.
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
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April 30, 2026 04:20 ET (08:20 GMT)
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