BdB: Investitionszurückhaltung bei deutschen Unternehmen hält an
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Unternehmen in Deutschland sind trotz des vorhandenen Kreditangebots weiter verhalten bei Investitionen. Die Unternehmen seien insgesamt solide aufgestellt, ihr Ausblick habe sich jedoch eingetrübt, und angesichts der wirtschaftlicher Unsicherheiten hielten sie sich mit Investitionen in die Transformation weiterhin zurück, teilte der Bankenverband (BdB) am Freitag mit Verweis auf den aktuellen Quartalsbericht "Unternehmensfinanzierung aktuell" mit. Als Investitionshemmnisse nennt der Verband die Energiepreise, den Arbeitskräftemangel sowie die komplexen bürokratischen Auflagen und Prozesse.
Die Investitionen in den Bereichen Bau und Ausrüstung seien gegenüber dem sehr schwachen Jahresendquartal 2022 in den ersten drei Monaten dieses Jahres zwar wieder gestiegen. Aber wenn man die konjunkturellen Frühindikatoren zugrunde lege, dann sei kurzfristig allerdings keine durchgreifende wirtschaftliche Besserung zu erwarten. Die Unsicherheit über die künftige Kosten- und Nachfrageentwicklung ist laut Bankenverband in der deutschen Wirtschaft weiterhin sehr hoch und führt zu einer abwartenden Haltung bei Investitionen.
Vor diesem Hintergrund blieb die Nachfrage nach Liquidität im ersten Quartal 2023 verhalten, zugleich wurden auch nur wenige Investitionskredite nachgefragt. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige in Deutschland lag im ersten Quartal 2023 laut aktuellen Zahlen der Bundesbank mit rund 1,14 Milliarden Euro nur 0,5 Prozent über dem Wert des Vorquartals.
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May 26, 2023 05:10 ET (09:10 GMT)