Bericht: Chinesischer Öltanker durchfährt Bab al-Mandab


SANAA (dpa-AFX) - Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen lässt nach ihrer Warnung einer "Blockade" des Schiffsverkehrs für Saudi-Arabien offenbar einige Schiffe mit Bezug zu anderen Ländern passieren. Einem chinesischen Öltanker sei die Durchfahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab genehmigt worden, berichtete das Fachmedium "Lloyd's List" am Donnerstag. Chinesische Tanker, die vom saudischen Hafen Janbu im Roten Meer zurückkehrten, könnten womöglich von Fall zu Fall mit der Miliz über eine Durchfahrt verhandeln.

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Die US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) zählte bisher sieben Schiffe, die nach den jüngsten Drohungen der Huthi-Miliz ihren Kurs änderten, um eine Durchfahrt des Bab al-Mandab zu vermeiden. Die Miliz hatte am Montag eine "Blockade" der Seefahrt für Saudi-Arabien erklärt. In der Nacht zum Donnerstag wurde der saudische Öltanker "Encelia" angegriffen, woraufhin an Bord ein Feuer ausbrach. Die Huthi reklamierten zwei Angriffe auf saudische Öltanker für sich.

Durch das Rote Meer und die wichtige Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Die Huthi hatten den Welthandel mit Angriffen auf Schiffe im Roten Meer ab 2023 bereits massiv beeinträchtigt. Die Miliz kontrolliert vor allem den Norden und weite Gebiete im Westen des Landes samt der dort liegenden Küsten am Roten Meer.

Oman arbeitet an Deeskalation

Jemens Nachbarland Oman warnte vor einer weiteren Eskalation. Man arbeite mit den Huthi, Saudi-Arabien und den Vereinten Nationen, um die Lage zu entschärfen. Saudi-Arabien führt gemeinsam mit Jemens international anerkannter Regierung seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz. Alle Bemühungen um eine politische Lösung des Konflikts scheiterten bisher.

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Die EU-geführte Mission Aspides, mit der Handelsschiffe vor Huthi-Angriffen geschützt werden sollen, warnte am Mittwoch vor einer Durchfahrt des Roten Meeres. Schiffe mit Bezug zu Israel, den USA oder Saudi-Arabien sollten das Meer und den Golf von Aden vorerst möglichst meiden, teilte die Mission mit./jot/DP/nas

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