BIP im Euroraum schrumpft im vierten Quartal um 0,6 Prozent
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die erneuten Lockdown-Maßnahmen im Kampf gegen die zweite Corona-Welle haben der Wirtschaft im Euroraum im vierten Quartal zu schaffen gemacht. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent. Bei der ersten Schätzung am 2. Februar hatte die Behörde ein Minus von 0,7 Prozent gemeldet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Bestätigung der ersten Meldung erwartet.
Auf Jahressicht betrug der BIP-Rückgang im vierten Quartal 5,0 (vorläufig: 5,1) Prozent. Die befragten Volkswirte hatten eine Bestätigung der vorläufigen Meldung erwartet.
Diese Rückgänge folgten auf eine starke Erholung im dritten Quartal um 12,4 Prozent und den schärfsten Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995 im zweiten Quartal mit einem Minus von 11,7 Prozent.
Zudem hat die Corona-Pandemie der Eurozone im Gesamtjahr 2020 den heftigsten Konjunktureinbruch in ihrer Geschichte eingebrockt. Das BIP schrumpfte um 6,8 Prozent - der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1995. Der Absturz war noch tiefer als in der globalen Finanzkrise 2009 mit einem Minus von 4,5 Prozent.
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February 16, 2021 05:00 ET (10:00 GMT)