Bitkom erwartet 35 Milliarden Euro Umsatz rund um Smartphones


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--In diesem Jahr wird der Umsatz für Smartphones mit voraussichtlich 35 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau von 2020 bleiben, prognostiziert der Digitalverband Bitkom. Zum Umsatz gehört der Verkauf von Smartphones, Apps, mobile Telekommunikationsdienste und Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland.

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Nach einer Umfrage des Verbandes wollen 38 Prozent der Bundesbürger immer das neueste Gerät haben. Knapp drei Viertel der Befragten würde eher auf ein Auto als auf ein Smartphone verzichten. Nach Bitkom-Berechnungen dürften in 2021 insgesamt 22,1 Millionen Geräte verkauft werden, ein Anstieg um 0,1 Prozent.

Der Durchschnittspreis pro Gerät werde dabei in diesem Jahr aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks nur noch minimal um einen Euro auf 495 Euro ansteigen.

"Dass die Preise nicht stärker steigen, hat zwei Ursachen: Der Anteil chinesischer Hersteller mit günstigen Modellen im Markt wächst. Und auch im mittleren Preissegment überzeugen Geräte mit einem größeren Funktionsumfang", erklärte Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas.

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Display, Akkulaufzeit und Preis beim Kauf entscheidend

Insgesamt nimmt in der Bevölkerung der Anteil der Smartphone-Nutzer weiter zu. Der Anteil erreichte Anfang 2021 79 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren, ein Anstieg um 3 Prozentpunkte im Vergleich zu 2020, so Bitkom. Dies entspreche 56 Millionen Menschen. Viele Menschen hätten sogar mehr als ein Gerät im Einsatz.

Wichtigste Kriterien bei einer Neuanschaffung sind für 91 Prozent der Befragten die Verarbeitungsqualität, wozu insbesondere ein robustes Display sowie die Akkulaufzeit und der Preis (jeweils 88 Prozent) gehören. Die Größe des internen Speichers ist für 80 Prozent ein bedeutendes Kriterium beim nächsten Smartphone-Kauf, gut zwei Drittel (68 Prozent) geben dies für die Kameraqualität an.

Das Interesse am 5G-Mobilfunknetz ist laut Umfrage auch bei Privatverbrauchern stark gestiegen. Anfang 2020 sagten laut Bitkom noch 46 Prozent, dass 5G-Fähigkeit beim Smartphone-Kauf für sie wichtig sei. In diesem Jahr sind es fast zwei Drittel (63 Prozent). Auch die Zahlungsbereitschaft ist gestiegen. 11 Euro pro Monat darf ein Mobilfunkvertrag zusätzlich kosten, wenn er 5G bereitstellt, so die Bitkom-Umfrage.

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Der Digitalverband forderte eine Beschleunigung des 5G-Ausbaus und die Schließung der verbliebenen Funklöcher. Dazu seien erhebliche Verbesserungen bei der Frequenzregulierung nötig.

"Mehr Netzausbau ist nur zu erreichen, indem die Unternehmen in die Lage versetzt werden, mehr Geld in ihre Infrastruktur zu investieren, anstatt ihre Mittel für Frequenzen aufwenden zu müssen", erklärte Haas.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/mgo

(END) Dow Jones Newswires

February 25, 2021 03:45 ET (08:45 GMT)

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