Bitkom erwartet für 2023 Umsatzplus von 1,5 Prozent bei Smartphones


BERLIN (Dow Jones)--Die Umsätze rund um Smartphones haben sich in Deutschland trotz Inflation und gestörter Lieferketten auf hohem Niveau gefestigt und steigen auch in diesem Jahr noch einmal leicht an. Der Digitalverband Bitkom erwartet, dass 2023 voraussichtlich mit Smartphones 12 Milliarden Euro umgesetzt werden, ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz werde dagegen leicht auf 21,4 Millionen Geräte zurückgehen, nach 21,6 Millionen Geräte im Jahr 2022 und 22,2 Millionen Smartphones im Jahr 2021. Insgesamt werden Smartphones länger genutzt.

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Der Durchschnittspreis pro Gerät dürfte Bitkom zufolge in diesem Jahr auf 563 Euro von im Schnitt 549 Euro im Jahr 2022 steigen. "Smartphones sind hochwertiger, leistungsfähiger und weniger reparaturanfällig als früher. Die Verbraucherinnen und Verbraucher geben tendenziell mehr Geld aus, um länger Freude an ihren Geräten zu haben", sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas. "Die Herstellung eines Smartphones benötigt viele Rohstoffe und Energie. Werden Smartphones länger genutzt, wirkt sich das positiv auf den ökologischen Fußabdruck aus."

Einer Umfrage von Bitkom vom Januar zufolge ist bei 55 Prozent der Befragten das Smartphone jünger als ein Jahr. Im vergangenen Jahr belief sich dieser Anteil noch auf 60 Prozent und 2021 auf 63 Prozent.

Bitkom erwartet zudem, dass der Markt für Smartphones, Apps, mobile Telekommunikationsdienste und Mobilfunkinfrastruktur insgesamt in diesem Jahr in Deutschland auf voraussichtlich 38,6 Milliarden Euro steigen wird. Das ist ein Plus von rund 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (38,2 Milliarden Euro).

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Umsatzanstieg bei Daten- und Sprachdienste

Den größten Anteil am Umsatz dürften nach Berechnungen von Bitkom demnach Daten- und Sprachdienste mit 21,2 Milliarden Euro ausmachen, was ein Anstieg um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist. Auch die Investitionen der Netzbetreiber in die mobile Infrastruktur dürften weiter steigen. In die Netzinfrastruktur für mobile Kommunikation fließen nach Erwartungen von Bitkom in diesem Jahr 2,1 Milliarden Euro, eine Steigerung um 2,8 Prozent. Hinzu kommen noch Kosten für Frequenzen, Gebäude und Bauleistungen.

Einen Rückgang erwartet Bitkom jedoch für den App-Markt. Hier dürften Absätze in diesem Jahr um 3,8 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro schrumpfen. Nach den außergewöhnlichen Steigerungen während der Corona-Pandemie erfahre der App-Markt derzeit eine leichte Korrektur. "Die Umsätze liegen jedoch weiterhin sehr viel höher als vor der Corona-Pandemie", erklärte Bitkom.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

February 21, 2023 04:13 ET (09:13 GMT)

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