Bundesrechnungshof: Bund könnte bei Büros Hunderte Millionen sparen


BONN (dpa-AFX) - "Überholte Standards", "unnötige Ausgaben" - der Bundesrechnungshof hat kritisiert, dass sich der Bund in Zeiten zunehmender Digitalisierung zu viele Büros leistet. "Der Bund sollte überzählige Büroflächen abgeben und Neubauten auf ein Mindestmaß beschränken", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Er habe die Anpassung an flexible Arbeitsformen versäumt und leiste unnötige Ausgaben in Millionenhöhe. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

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Die Prüfer schätzten, dass der Bund pro Jahr 300 Millionen Euro Kaltmiete einsparen könnte, wenn 20 Prozent der Büroflächen aufgegeben würden. Außerdem würde der Ausstoß klimaschädlicher Gase reduziert.

Tatsächlich passierte zuletzt genau das Gegenteil: Laut dem Bericht erhöhte sich die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an zivile Bundesbehörden vermietete Bürofläche in den Jahren 2018 bis 2022 von 7,1 auf 8,2 Millionen Quadratmeter. "Der Bund hat keine Initiative ergriffen, um Büroarbeitsplätze und damit die angemieteten Flächen zu reduzieren. Er plant weiterhin seinen Flächenbedarf nach überholten Standards und stellt grundsätzlich allen Beschäftigten einen Büroarbeitsplatz zur Verfügung", kritisierten die Prüfer.

Der Bund solle ein Programm aufsetzen, das seine Behörden zur Flächenreduzierung verpflichtet. Konzepte wie das Desksharing-Modell, bei dem sich Mitarbeiter einen Arbeitsplatz teilen, ließen sich zügig und ohne größere Investitionen umsetzen, hieß es.

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