Korrektur setzt sich fort: DAX verliert den Halt - 26.000-Punkte-Marke im Fokus
Nach dem Rekordlauf Ende letzter Woche bleiben Anleger zunächst weiter vorsichtig. Der Markt reagiert auf die Sorgen vor steigenden Zinsen und anziehenden Ölpreisen.
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Der Leitindex DAX eröffnete den Handel am Dienstag mit einem Abschlag von 0,41 Prozent auf 26.150,75 Punkte. Im weiteren Verlauf baut er seine Verluste aus, sodass er zeitweise auch unter die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke fällt.
21-Tage-Linie im Fokus
Der DAX setzt seine Korrektur vom jüngsten Rekordhoch bei 26.618 Punkten zum Start in den September fort. Damit fällt die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend abbildet. Sie liegt aktuell bei 26.243 Punkten und wurde letztmals im Juli unterschritten.
Ölpreise und Zinsen im Fokus
Angesichts schon hoher Bewertungen haben die Börsen derzeit mit den - zuletzt durch die Zuspitzung der Lage im Iran-Krieg - weiter steigenden Ölpreisen zu kämpfen. Hinzu kommen rekordhohe Anleihezinsen als Belastung. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche gilt seit geraumer Zeit als sicher. Und seit entsprechenden Hinweisen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom vergangenen Freitag gehen die Märkte auch von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus.
"Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir sehen eine weltweite Anpassung des Zinsniveaus", erklärte Jochen Stanzl von der Consorsbank den jüngsten Abwärtsdruck an den Börsen. Zudem hätten die noch immer ungelöste Frage des freien Seeverkehrs durch die Straße von Hormus sowie die Fed-Signale auf eine straffere Geldpolitik eine Verkaufswelle befeuert, die noch in der vergangenen Woche als "vorläufig eingefangen" gegolten habe.
Letzte DAX-Rekorde
Der DAX hat vergangenen Freitag zuletzt ein Allzeithoch auf Intraday-Basis verzeichnet, als er bis auf 26.618,74 Zähler stieg. Am gleichen Tag erreichte er zum Handelsende bei 26.569,99 Punkten eine die letzte Bestmarke auf Schlusskursbasis.
Martina Köhler, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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