Dekabank rechnet für Gesamtjahr 2020 mit sinkendem Gewinn


FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank kräftiger Nachfrage nach Wertpapieren hat die Dekabank im ersten Halbjahr trotz Corona-Krise den Gewinnrückgang in Grenzen halten können. Mit 162,5 Millionen Euro lag das wirtschaftliche Ergebnis dennoch gut ein Viertel unter dem Vorjahreswert (223,1 Mio Euro), wie der Fonds- und Zertifikateanbieter am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Ein Grund: Eine deutlich erhöhte Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die Deka-Gruppe mit einem Gewinn unter dem Vorjahreswert von 434 Millionen Euro.

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"Mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2020 sind wir angesichts der extremen Rahmenbedingungen zufrieden", bilanzierte Vorstandschef Georg Stocker, der das zu 100 Prozent den Sparkassen gehörenden Institut seit Jahresbeginn führt. "Unser Geschäftsmodell hat sich als sehr krisenfest erwiesen. Damit sind wir auch für mögliche weitere Turbulenzen gewappnet."

In den ersten sechs Monaten sammelte das Wertpapierhaus rund 14,5 Milliarden Euro frische Gelder von Anlegern ein, die im Zinstief möglichst einträgliche Geldanlagen suchen - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (6,7 Mrd Euro). Im Gesamtjahr 2019 lag die Nettovertriebsleistung bei etwas über 18 Milliarden Euro.

Der Zuwachs im ersten Halbjahr kam den Angaben zufolge etwa je zur Hälfte von Privatanlegern (6,9 Mrd Euro) sowie institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen (7,5 Mrd Euro). Stocker äußerte sich erfreut: "Das Verhalten der Kunden ist ein starkes Signal für die Wertpapierkultur in Deutschland."/ben/DP/stw

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