Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im Februar leicht


Von Hans Bentzien

BERLIN (Dow Jones)--Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar entgegen den Erwartungen nicht gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 2.000, nachdem sie im Januar um revidiert 11.000 (vorläufig: 22.000) abgenommen hatte. Die Arbeitslosenquote blieb wie erwartet bei 5,5 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 8.000 prognostiziert.

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Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 4.000 auf 2,620 Millionen. Die Arbeitslosenquote blieb bei 5,7 Prozent. "Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist erneut gewachsen. Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation beständig", erklärte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, stieg saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 14.000 (Januar: plus 3.000). Sie betraf 3,486 Millionen Personen. Das waren 316.000 (269.000) mehr als vor einen Jahr. Diese Zahl enthält unter anderen ukrainische Flüchtlinge, die an Integrationskursen teilnehmen. Ohne die Berücksichtigung dieser Flüchtlinge hätte die Unterbeschäftigung um 25.000 unter dem Vorjahreswert gelegen.

Wie die BA weiter mitteilte, zeigten Betriebe zwischen dem 1. und dem 23. Februar konjunkturelle Kurzarbeit für 61.000 (57.000) Menschen an. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Dezember zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten in diesem Monat für 183.000 (November: 208.000) Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt.

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Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/smh

(END) Dow Jones Newswires

March 01, 2023 03:55 ET (08:55 GMT)

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