Deutsche Exporte sinken im August um 1,2 Prozent


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Serie von Exportzuwächsen der deutschen Wirtschaft ist nach 15 Monaten gerissen. Im August verkauften die Exporteure kalender- und saisonbereinigt 1,2 Prozent weniger im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten dagegen ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 14,4 Prozent höher.

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Hinter dem monatlichen Rückgang könnten Materialmangel und Engpässe in den Lieferketten stecken, die sich auch auf die Exportwirtschaft auswirken. Die Importe stiegen im August um 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 18,1 Prozent.

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent und die Importe um 9,9 Prozent höher.

Der Außenhandelsüberschuss betrug kalender- und saisonbereinigt 13,0 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 15,0 Milliarden Euro gerechnet. Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 11,8 Milliarden Euro. Ökonomen hatten 17,0 Milliarden Euro erwartet.

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