Deutsche HVPI-Inflation im August negativ
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Inflationsdruck in Deutschland hat im August entgegen den Erwartungen nicht zugenommen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lag um 0,1 (Juli: 0,0) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten eine monatliche Preisstagnation und 0,1 Prozent Jahresteuerung prognostiziert.
Eurostat veröffentlicht am Dienstag Verbraucherpreisdaten für den Euroraum. Volkswirte erwarten bisher einen Rückgang der Jahresteuerung auf 0,2 (0,4 Prozent). Frankreichs HVPI-Inflation sank auf 0,2 (0,9) Prozent und Italiens auf minus 0,5 (plus 0,8) Prozent - ein Rückgang von 1,3 Prozentpunkten. In Spanien fiel der Preisrückgang auf Jahressicht mit 0,6 (0,7) Prozent etwas geringer aus als zuletzt.
Der nationale deutsche Verbraucherpreisindex sank um 0,1 Prozent auf Monatssicht und lag auf dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem im Juli ein Rückgang von 0,1 Prozent auf Jahressicht verzeichnet worden war. Erwartet worden waren für August Raten von jeweils 0,0 Prozent.
Die Warenpreise lagen um 1,3 (minus 1,4) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wobei sich Energie um 6,3 (minus 6,7) Prozent verbilligte und Nahrungsmittel 0,7 (plus 1,2) Prozent mehr kosteten als im August 2019. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,0 (plus 1,2) Prozent und Wohnungsmieten um 1,4 (1,4) Prozent.