Deutsche Produktion steigt im Juli schwächer als erwartet


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands hat sich im Juli schwächer als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sie sich gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent und lag um 10,0 (Juni: minus 11,4) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von 4,1 Prozent prognostiziert. Der für Juni gemeldete Produktionsanstieg von 8,9 Prozent wurde auf 9,3 Prozent revidiert.

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Die Industrieproduktion im engeren Sinne stieg im Juli auf Monatssicht um 2,8 (plus 11,1) Prozent. Die Erzeugung von Vorleistungsgütern erhöhte sich um 4,0 (plus 5,2) Prozent, die von Konsumgütern um 1,8 (plus 7,4) Prozent und die von Investitionsgütern um 2,1 (plus 18,2) Prozent. Die Bauproduktion nahm dagegen um 4,3 (plus 2,3) Prozent ab und die Energieproduktion um 0,6 (plus 6,9) Prozent.

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) sprechen die wieder bessere Stimmung in den Unternehmen und die gesunkene Kurzarbeit dafür, dass sich der Aufholprozess in den kommenden Monaten fortsetzen wird, wenngleich er noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. "In der Industrie lag die Produktion zuletzt bei nunmehr fast 90 Prozent ihres Niveaus im vierten Quartal 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie", so das Ministerium.

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