Deutsche Produktion steigt September um 1,6 Prozent
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands hat sich im September etwas schwächer als erwartet entwickelt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sie sich gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent und lag um 7,3 (August: 8,7) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von 2,5 Prozent prognostiziert. Allerdings hatten Daten zum Industrieumsatz schon auf einen etwas schwächeren Anstieg der Produktion hingedeutet. Der für August gemeldete Produktionsrückgang von 0,2 Prozent wurde auf ein Plus von 0,5 Prozent revidiert.
Die Industrieproduktion im engeren Sinne stieg im September auf Monatssicht um 2,0 (plus 0,1) Prozent. Die Erzeugung von Vorleistungsgütern erhöhte sich um 1,4 (plus 3,4) Prozent, die von Konsumgütern um 3,0 (minus 1,0) Prozent und die von Investitionsgütern um 2,2 (minus 2,3) Prozent. Die Bauproduktion nahm um 1,5 (plus 2,0) Prozent zu, während die Energieproduktion um 2,5 (plus 2,2) Prozent sank.
Nach Aussage des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) lag die Industrieproduktion im September bei 93 Prozent des vierten Quartals 2019, als die deutsche Wirtschaft noch unbeeinträchtigt von der Corona-Pandemie war. "Die Auftragseingänge und das Geschäftsklima sprechen für die Fortsetzung des Erholungsprozesses, auch wenn dieser Pfad angesichts des Pandemiegeschehens noch steiniger wird", befand das Ministerium.
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November 06, 2020 02:14 ET (07:14 GMT)