Deutscher Auftragseingang im Juli schwächer als erwartet
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Juli aufgrund einer gesunkenen Inlandsnachfrage schwächer als erwartet gewesen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent und lagen um 7,3 (Juni: minus 10,6) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Zuwachs von 5,0 Prozent prognostiziert. Ohne Großaufträge ergab sich ein Plus von 6,2 Prozent. Das ursprünglich für Juni gemeldete Plus bei den gesamten Auftragseingängen von 27,9 Prozent revidierten die Statistiker auf 28,8 Prozent.
Die Inlandsbestellungen sanken im Juli auf Monatssicht um 10,2 (plus 35,3) Prozent, während die Auslandsaufträge um 14,4 (plus 23,6) Prozent anzogen. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern erhöhten sich um 9,5 (plus 10,5) Prozent, die von Investitionsgütern sanken um 0,4 (plus 47,4) Prozent und die von Konsumgütern nahmen um 0,2 (plus 1,5) Prozent zu.
"Nach der ersten Belebung im Mai und der starken Erholung im Juni hat sich der Aufholprozess der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli verlangsamt", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Zahlen. Dies dürfte sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen, darauf deuten die gesunkenen Kurzarbeitszahlen und die verbesserten Geschäftserwartungen der Unternehmer hin.
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September 04, 2020 02:24 ET (06:24 GMT)