Deutscher Auftragseingang sinkt im Juni um 0,4 Prozent
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat im Juni moderat abgenommen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sanken die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 9,0 (Vormonat: minus 3,1) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, der durch ein ein sehr hohes Bestellniveau gekennzeichnet war. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten für Juni einen monatlichen Rückgang um 0,5 Prozent prognostiziert.
Die Auftragseingänge ohne Großaufträge stiegen um 0,4 Prozent. Den für Mai gemeldeten Zuwachs bei den gesamten Auftragseingängen von 0,1 Prozent revidierten die Statistiker auf einen Rückgang um 0,2 Prozent.
Maßgeblich für die sinkenden Auftragseingänge im Vormonatsvergleich war der Rückgang der Aufträge aus der Nicht-Eurozone um 4,3 Prozent. Für das gesamte Ausland ergab sich ein Rückgang von 1,4 Prozent. Dagegen stieg das Volumen der Aufträge aus der Eurozone um 3,4 Prozent sowie das der Inlandsaufträge um 1,1 Prozent. Beide wurden insbesondere durch Großaufträge beeinflusst.
Bei den Herstellern von Investitionsgütern lag der Auftragseingang im Juni um 1,8 Prozent unter dem Vormonatsniveau, bei den Herstellern von Vorleistungsgütern um 1,2 Prozent darüber. Im Bereich der Konsumgüter wuchsen die Orders um 1,7 Prozent.
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) erklärte zu den Daten: "Angesichts der erhöhten Unsicherheit durch den Krieg und einer drohenden Gasknappheit verläuft die Entwicklung der Nachfrage weiterhin schwach. Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt bei abgekühltem Geschäftsklima zurückhaltend."
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DJG/apo/smh
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August 04, 2022 02:12 ET (06:12 GMT)