Deutscher Einzelhandel verbucht reales Umsatzminus im Juni


Von Andreas Plecko

DOW JONES--Die Umsätze im deutschen Einzelhandel haben sich im Juni schwächer entwickelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, fielen die Umsätze real um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten nur ein reales Minus von 0,2 Prozent erwartet. Nominal gab es einen Rückgang von 1,2 Prozent.

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Für den Mai wurde der monatliche Zuwachs nach Revision der vorläufigen Ergebnisse auf real 1,2 Prozent (zunächst: plus 1,1 Prozent) korrigiert, während die nominalen Umsätze mit einem Anstieg um 1,0 Prozent (zunächst: plus 1,0 Prozent) bestätigt wurden.

Auf Jahressicht lagen die Umsätze im Juni preisbereinigt um 0,2 Prozent niedriger, während sie nominal um 1,2 Prozent stiegen.

Im gesamten ersten Halbjahr 2026 erzielte der Einzelhandel real 0,7 Prozent und nominal 2,2 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Der Einzelhandel macht rund 25 Prozent des privaten Konsums in Deutschland aus. Die Daten zum Einzelhandel unterliegen häufig größeren Revisionen.

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"Auffällig war im Juni 2026 erneut die Entwicklung der Umsätze der Tankstellen infolge des Kriegs im Nahen Osten und der politischen Gegenmaßnahmen in Deutschland (Tankrabatt vom 1. Juni bis 30. Juni 2026): Nach Kalender- und Saisonbereinigung stiegen die Umsätze real um 2,1 Prozent und sanken nominal um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat", erklärten die Statistiker. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die realen Umsätze einen Rückgang von 2,1 Prozent, wohingegen die nominalen Umsätze um 7,2 Prozent stiegen. Zu beachten ist, dass im Umsatz der Tankstellen auch die Verkäufe in den Tankstellenshops enthalten sind.

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln sank im Juni gegenüber dem Vormonat real um 1,4 Prozent und nominal um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel einen realen Rückgang von 0,6 Prozent und einen nominalen Anstieg von 0,1 Prozent.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Juni gegenüber dem Vormonat sowohl real als auch nominal um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Umsatz einen Anstieg von real 0,2 Prozent und nominal von 1,7 Prozent.

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Im Internet- und Versandhandel verzeichnete der Umsatz im Juni gegenüber dem Vormonat ein Umsatzplus von real 0,4 Prozent und nominal von 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchs der Umsatz im Internet- und Versandhandel real um 4,9 Prozent und nominal um 6,3 Prozent.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

August 03, 2026 02:23 ET (06:23 GMT)

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