Deutschland und Namibia schließen Wasserstoff-Partnerschaft
Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Deutschland und Namibia haben eine Wasserstoff-Partnerschaft zwischen beiden Ländern abgeschlossen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und der Generaldirektor der namibischen Planungskommission, Obeth Kandjoze, unterzeichneten dazu in Windhoek und Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung, wie das Bundesforschungsministerium bekanntgab. "Weltweit herrscht bereits ein Rennen um die besten Wasserstofftechnologien und die besten Standorte zur Wasserstoff-Produktion. Namibia hat in diesem Wettbewerb aus unserer Sicht besonders große Chancen", erklärte Karliczek.
Das Forschungsministerium wird nach ihren Angaben bis zu 40 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket für die Zusammenarbeit im Rahmen dieser Partnerschaft bereitstellen. Namibia habe enorme Potenziale für den Hochlauf einer grünen Wasserstoffwirtschaft: Das Land verfüge über große, bislang ungenutzte Flächen. Die Windgeschwindigkeiten ermöglichten eine besonders profitable Erzeugung von Windstrom. Noch größer sei das Potenzial beim Solarstrom mit über 3.500 Sonnenstunden jährlich und damit fast doppelt so viel wie in Deutschland.
Man gehe daher davon aus, dass ein Kilo Wasserstoff aus Namibia am Ende zwischen 1,50 und 2 Euro kosten werde. Der Nationale Wasserstoffrat rechne allein für die deutsche Industrie ohne Raffinerien bis 2030 mit einem Wasserstoffbedarf von 1,7 Millionen Tonnen pro Jahr, der auch danach noch weiter steigen werde.
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August 25, 2021 09:01 ET (13:01 GMT)