DGB-Vorsitzender fordert Verlängerung von Kurzarbeitergeld und Wirtschaftshilfen


FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat angesichts des Ukraine-Krieges vor einer Weltwirtschaftskrise gewarnt. "Je länger dieser Krieg anhält, desto größer werden die Folgen sein", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir sollten alle Instrumente nutzen, um eine Weltwirtschaftskrise abzuwenden."

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Hoffmann rief die Bundesregierung dazu auf, den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld "kriegsbedingt über den Juni hinaus" zu verlängern. Das gleiche gelte für die Wirtschaftshilfen. "Und auf der EU-Ebene sollten wir wie in der Pandemie einen neuen Wiederaufbaufonds auflegen - mit europäischen Anleihen zur Finanzierung", fügte er hinzu.

Der Gewerkschaftsvorsitzende sprach sich vor eine drastische Ausweitung der Neuverschuldung aus. Hoffmann wörtlich: "In welchem ökonomischen Lehrbuch steht eigentlich, dass die Schuldenquote nur 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen darf? Warum denn nicht 90 oder 100 Prozent?"

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr

(END) Dow Jones Newswires

March 20, 2022 06:51 ET (10:51 GMT)

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