Dobrindt offen für Alkoholverbot an Bahnhöfen


BERLIN (dpa-AFX) - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zeigt sich offen für das von der Deutschen Bahn geplante Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland. "Erst mal ist es aus meiner Sicht ein diskussionswürdiger Vorschlag", sagte der CSU-Politiker in Berlin. Er machte zugleich deutlich, dass er noch offene Fragen sieht, über die er mit Bahnchefin Evelyn Palla sprechen wolle. "Aber es ist keine Idee, die man vom ersten Moment an direkt in die Tonne treten sollte."

Werbung

Bahn will Alkoholverbot auf alle Bahnhöfe ausweiten

Nach einem "Bild"-Bericht soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein oder Schnaps zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Bahn bestätigte die Pläne auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Bahnchefin Palla sagte zu "Bild": "Es reicht. Genug ist genug. Wir greifen jetzt noch härter durch. Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen. Für mich zählt nur eins: der Schutz unserer Kollegen und unserer Reisenden."

Dobrindt: Durchsetzung eines Alkoholverbots schwierige Frage

Er verstehe das Anliegen, mit einem Alkoholverbot möglicherweise das Aggressionspotenzial an Bahnhöfen zu verringern, sagte Dobrindt in der Bundespressekonferenz. Er werde sich dieser Debatte nicht verwehren. Die Frage der Durchsetzung eines solchen Verbots sei allerdings "eine problematische". Er würde auch gern mit Palla darüber sprechen, welche Grundlage ihr Vorstoß habe und welche Informationen und Studien sie vielleicht zu dieser Idee veranlasst haben.

Werbung

Für die Sicherheit an Bahnhöfen ist neben den DB-Sicherheitskräften die Bundespolizei zuständig. Diese untersteht dem Bundesinnenministerium. Bislang gilt ein Verbot des Alkoholkonsums vor allem an großen deutschen Bahnhöfen wie Frankfurt, Hamburg oder Köln./sk/DP/mis

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.