Drohnenabwehr-Technologie

DroneShield mit Comeback? Dieses Risiko bremst die Aktie weiter aus


DroneShield mit Comeback? Dieses Risiko bremst die Aktie weiter aus

Operativ läuft es für DroneShield rund: Umsatz und Aufträge wachsen kräftig. Dennoch belasten die laufende ASIC-Untersuchung und die hohe Bewertung weiterhin die Stimmung der Anleger.

• Umsatz wächst im ersten Quartal um 121 Prozent
• ASIC-Untersuchung belastet das Vertrauen der Anleger
• Hohe Bewertung und Verwässerung bleiben Risikofaktoren

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Die DroneShield-Aktie meldet sich an der Börse in Sydney zurück: Das Papier des australischen Drohnenabwehrspezialisten gewann am 30. Juni 3,86 Prozent auf 2,42 AUD. Gemessen am Jahresverlauf bleibt der Sprung klein, denn seit dem Jahreswechsel steht noch immer ein Minus von 21,43 Prozent. Die Erholung trifft damit auf einen Wert, der den Abwärtssog der vergangenen Monate noch nicht abgeschüttelt hat.

Operativ läuft es rund

Das Geschäft des Konzerns wächst rasant. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 121 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, und nach Unternehmensangaben fiel der operative Cashflow zum vierten Mal in Folge positiv aus. Rückenwind liefert die Nachfrage aus dem Verteidigungssektor: Anfang Juni meldete DroneShield einen Auftrag der US-Behörde Joint Interagency Task Force 401 über 24,9 Millionen US-Dollar. Parallel baut das Unternehmen seine Fertigung in Europa aus und hat dort das erste lokal produzierte Abwehrsystem fertiggestellt.

Der Schatten über dem Kurs

Trotzdem springt der Funke an der Börse nicht über. Im Mittelpunkt steht ein regulatorisches Risiko. Die australische Börsenaufsicht ASIC untersucht seit Mai 2026 Unternehmensmeldungen und Aktienverkäufe aus dem November 2025. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben vollständig kooperieren, ein Ergebnis der Prüfung steht aus. Hinzu kommt die Bewertung: Das von finanzen.net ausgewiesene KGV von über 800 zeigt, wie viel Zukunft der Kurs bereits vorwegnimmt. In dieser Lage schlägt jede Unsicherheit überproportional durch.

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Verwässerung und Wettbewerb im Blick

Für zusätzliche Nervosität sorgen die jüngsten Aktienausgaben. Im Juni wandelte DroneShield Performance-Optionen in neue Stammaktien um und beantragte weitere Notierungen. Einzeln betrachtet Routine, in Summe aber eine schleichende Verwässerung, die in der aktuellen Stimmung schwerer wiegt. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz, denn etablierte Rüstungskonzerne wie Rheinmetall drängen mit deutlich größeren Budgets in die Drohnenabwehr. Immerhin verstärkt ab dem 1. Juli mit Lee Goddard ein früherer Konteradmiral den Verwaltungsrat, was den Zugang zu Regierungsaufträgen erleichtern soll.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Droneshield

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