Elektroexporte schrumpfen weiter - Rückgang von 21 Prozent im Mai


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Corona-Krise hat die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie auch im Mai um etwa ein Fünftel schrumpfen lassen. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,2 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. "Der Rückgang fiel damit mehr oder weniger gleich hoch aus wie im April", erläuterte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes ZVEI, Andreas Gontermann, am Montag. Zusammengerechnet verringerten sich die Ausführen seit Jahresanfang um 9,2 Prozent auf 80,9 Milliarden Euro.

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Die Exporte ins europäische Ausland sanken im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,8 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Besonders deutlich waren die Rückgänge nach Frankreich (minus 28,4 Prozent), Spanien (minus 27,3 Prozent)und Großbritannien (minus 23,0 Prozent).

Nach China - dem größten Abnehmerland für die deutschen Hersteller - gingen 1,3 Prozent weniger Elektroexporte. "Dieser Rückgang kam insoweit etwas unerwartet, als sich die Lieferungen in das Reich der Mitte im April bereits wieder um knapp 18 Prozent erholt hatten", sagte Gontermann. Von Januar bis Mai stiegen die Ausfuhren nach China trotz der Corona-Pandemie, die in dem Land zuerst ausgebrochen war, um 4,8 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro.

Die Elektrolieferungen in die USA, Nummer zwei in der Rangliste der Abnehmer, brachen im Mai um 38,0 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro ein. In den ersten fünf Monaten belief sich der Exportrückgang in die Vereinigten Staaten auf 10,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

/mar/DP/men

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