EnBW kann Aufbereitung von Atommüll aus Philippsburg starten
BERLIN (Dow Jones)--Der baden-württembergische Energieversorger EnBW kann mit der Bearbeitung von radioaktivem Material aus dem Kernkraftwerk Philippsburg beginnen. Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat am Freitag die Zustimmung zur Inbetriebnahme des dort neu errichteten Reststoffbearbeitungszentrums gegeben, teilte das Karlsruher Unternehmen mit. Es wird künftig von der EnBW-eigenen Gesellschaft für nukleare Reststoffrecycling (GNR) betrieben.
Im Reststoffbearbeitungszentrum soll der hochradioaktive Atommüll aufbereitet werden, so dass er am Ende nur noch schwach- bis mittelaktiv ist. In unmittelbarer Nähe hat der Versorger im April auch ein Zwischenlager in Betrieb genommen, wo die strahlenden Reste gelagert werden, bis ein deutsches Atomendlager gefunden ist. Die staatliche Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) betreibt dieses Zwischenlager, seit Montag auch jenes am Kernkraftwerk Neckarwestheim. EnBW geht davon aus, Anfang 2021 auch die Zustimmung zum Betrieb des nahezu identischen Reststoffbearbeitungszentrums in Neckarwestheim erhalten zu können.
Vier der fünf EnBW-Kernkraftwerke befinden sich bereits im Rückbau, darunter das in Obrigheim, der Block I in Neckarwestheim sowie beide Blöcke in Philippsburg. Block II in Neckarwestheim läuft noch bis zum endgültigen deutschen Atomausstieg Ende 2022 weiter.
Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com
DJG/pso/jhe
(END) Dow Jones Newswires
December 11, 2020 07:31 ET (12:31 GMT)
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