Erholung der Wirtschaftsstimmung im Euroraum zu Ende


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die im Mai begonnene Erholung der Wirtschaftsstimmung im Euroraum ist im Oktober zu einem Ende gekommen. Angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen stagnierte der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung bei 90,9 Punkten. Die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 89,6 Zähler gerechnet.

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Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator verharrte bei 90,0 Zählern. In der Eurozone spiegelte die Stagnation ein schwächeres Vertrauen bei den Dienstleistungen und vor allem unter den Verbrauchern wider, was durch eine anhaltende Erholung in der Industrie, im Einzelhandel und im Baugewerbe ausgeglichen wurde.

Innerhalb der größten Volkswirtschaften des Euroraums stieg der Indikator in Deutschland (plus 1,5) und Italien (plus 1,2), während es erhebliche Rückgänge in den Niederlanden (minus 2,2) und in Frankreich (minus 4,5) gab. Die Stimmung in Spanien blieb praktisch unverändert (minus 0,2).

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone stieg auf minus 9,6 Punkte von minus 11,4 im Vormonat. Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf 10,5 erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Rückgang auf minus 15,5 Punkte von minus 13,9 im Vormonat gemeldet. Das entsprach der ersten Veröffentlichung und auch den Prognosen von Volkswirten.

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/sha

(END) Dow Jones Newswires

October 29, 2020 06:00 ET (10:00 GMT)

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