Eskalation

Trump erhebt Vorwürfe: Iran hat US-Militärhubschrauber abgeschossen


Trump erhebt Vorwürfe: Iran hat US-Militärhubschrauber abgeschossen

Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen.

Die USA müssten notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Zwei Piloten des abgeschossenen Apache-Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit. Unklar war zunächst, wie genau Trump auf die jüngste Eskalation im Krieg mit dem Iran reagieren wird.

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Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom vom Morgen (Ortszeit) hatten US-Streitkräfte zwei Besatzungsmitglieder eines AH64-Kampfhubschraubers gerettet. Der Hubschrauber sei während eines Patrouilleneinsatzes in den Gewässern vor der Küste des Omans abgestürzt. "Die Soldaten konnten innerhalb von etwa zwei Stunden sicher gerettet werden und befinden sich in stabilem Zustand." Zur Ursache des Absturzes nannte Centcom zu diesem Zeitpunkt noch keine Details.

US-Medien: Unbemanntes Boot soll Piloten gerettet haben

US-Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die beiden Besatzungsmitglieder von einem unbemannten Boot - einem Drohnenboot - geortet und gerettet worden sei. Der TV- Sender NBC News berichtete von einem Novum im US-Militär. Laut CNN wurden die Besatzungsmitglieder dann von einem Hubschrauber hochgezogen.

Irans Außenminister: Abzug der Truppen die beste Option

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi forderte nach dem Absturz des Militärhubschraubers die ausländischen Streitkräfte am Persischen Golf auf, die Region zu verlassen. "Fremde Streitkräfte in der Nähe unseres Territoriums sind ständig gefährdet, ob nun aufgrund menschlicher Fehler oder Unfällen, aber auch, weil sie eventuell ins Kreuzfeuer geraten könnten", schrieb der Minister auf der Plattform X. Um Risiken zu verringern, wäre laut Araghtschi ein Abzug der Truppen die beste Option. "Wir bevorzugen die Sprache der Diplomatie, können aber auch andere Sprachen", so der iranische Chefdiplomat.

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Am Sonntag war der Krieg mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gut zwei Monate nach Beginn einer Waffenruhe gefährlich eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten ballistische Raketen unter anderem auf einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Israels. Die israelische Luftwaffe flog am Montag daraufhin Angriffe auf Ziele im Iran. Trump rief beide Staaten zu einem "sofortigen Waffenstillstand" auf. Sowohl Iran als auch Israel erklärten, die Angriffe wieder einzustellen. Die Lage blieb jedoch angespannt.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Konflikts stocken derzeit.

Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: "Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen - mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation."

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Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.

US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem Alleingang gewarnt. Die US-Regierung führt derzeit Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt diplomatisch beizulegen.

Experte: Alleingang wäre gewaltiges Wagnis

Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen.

Citrinowicz wies auch auf die Konsequenzen hin, falls es ein Abkommen mit dem Iran gebe, das die US-Regierung als zentralen Erfolg betrachte. Dann könnte eine einseitige israelische Aktion gegen den Iran ohne Abstimmung mit Washington einen hohen Preis fordern - auch in den strategischen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten.

/ngu/DP/men

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: John Moore/Getty Images, Action Sports Photography / Shutterstock.com

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