ESRB warnt Deutschland wegen Anfälligkeit des Wohnimmobilienmarkts
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) hat zusätzliche Eigenkapitalanforderungen für Wohnimmobilienkredite offenbar erst auf Druck der EU auf den Weg gebracht. Wie der europäische Systemrisikorat ESRB am Freitag mitteilte, schickte er der Bundesregierung (sowie Österreich) eine entsprechende Empfehlung. "Nach der Veröffentlichung dieser Empfehlungen kündigten die Behörden in Österreich und Deutschland neue Maßnahmen an, um Schwachstellen im Wohnimmobiliensektor zu beseitigen", heißt es in einer ESRB-Mitteilung.
Der AFS hatte zu Jahresbeginn einen allgemeinen antizyklischen Kapitalpuffer für Kredite von 0,75 Prozent der risikogewichteten Aktiva und einen zusätzlichen Puffer für Wohnimmobilienkredite von 2,00 Prozent beschlossen. Die Banken müssen diese Puffer bis 1. Februar 2023 aufbauen.
Der ESRB verwies in seiner Mitteilung darauf, dass Deutschland und Österreich bereits 2016 und 2019 Warnungen erhalten, auf diese aber nicht ausreichend reagiert hätten. Neue Warnungen gehen 2022 an Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Liechtenstein und die Slowakei.
Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com
DJG/hab/sha
(END) Dow Jones Newswires
February 11, 2022 09:51 ET (14:51 GMT)
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