EU-Kommission: Bauunternehmen und Verbände haben Preise abgesprochen


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Von Joe Stonor

DOW JONES--Zehn Bauchemiekonzerne und drei Branchenverbände haben nach vorläufiger Einschätzung der Europäischen Kommission ein Kartell betrieben. Ziel sei es gewesen, die Preise nach der Covid-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zu erhöhen. Laut Kommission stehen Chemieunternehmen aus Frankreich, Deutschland und Spanien unter dem Verdacht. Dies gelte auch für die jeweiligen Branchenverbände in diesen Ländern. Sie sollen sich abgesprochen haben, um die Preise für Chemikalien zu erhöhen, die in Zement, Beton und Mörtel verwendet werden.

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Die Vorwürfe seien das Ergebnis einer dreijährigen Untersuchung mutmaßlicher Preisabsprachen zwischen 2021 und 2022, teilte die Kommission weiter mit. Zu den untersuchten Unternehmen gehören die in New York notierte Cemex und die in der Schweiz notierte Sika sowie Chryso, die zu der in Paris notierten Saint-Gobain gehört. Unter Verdacht stehen auch Mapei, Master Builders Solutions, MC Bauchemie, TAM Groupe, Ha-be, die deutsche Liesen und Remei.

Bei den genannten Branchenverbänden handelt es sich um die französische Synad, die Deutsche Bauchemie und die spanische Anfah.

Auf eine Bitte um Stellungnahme verwies Saint-Gobain auf eine Erklärung aus dem Jahr 2023, in der der Konzern mitteilte, mit den Ermittlern kooperiert zu haben. Der Konzern erklärte, er sehe weiterhin "keinen Grund, wesentliche finanzielle Auswirkungen für Saint-Gobain zu erwarten". Keines der anderen Unternehmen oder Branchenverbände reagierte sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

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Die europäische Wettbewerbsbehörde teilte mit, sie habe den Unternehmen eine "Mitteilung der Beschwerdepunkte" zugesandt, in der sie ihre vorläufigen Feststellungen darlegt. Dies greife dem Ergebnis einer Untersuchung nicht vor. Sollte die Kommission letztlich zu dem Schluss kommen, dass die Unternehmen und Verbände schuldig sind, könnten sie mit einer Geldstrafe von bis zu 10 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt werden.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/kla/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 20, 2026 08:52 ET (12:52 GMT)

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16.09.26 Saint-Gobain Neutral Goldman Sachs Group Inc.
14.09.26 Saint-Gobain Overweight JP Morgan Chase & Co.
10.09.26 Saint-Gobain Buy Jefferies & Company Inc.
09.09.26 Saint-Gobain Overweight JP Morgan Chase & Co.

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