Euroraum-Wirtschaftsstimmung trübt sich im Juli weiter ein
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im August etwas deutlicher als erwartet eingetrübt, wobei die Industrie und regional gesehen Deutschland am stärksten betroffen waren. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung fiel auf 97,6 (Juli: 98,9) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 97,9 Zähler gerechnet. Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator ging auf 96,5 (97,5) Punkte zurück.
Deutschlands Esi sank auf 97,2 (99,7) Punkte, Frankreichs auf 99,8 (101,6) und Italiens auf 100,2 (101,4) während Spaniens Esi auf 97,9 (97,1) Punkte anzog.
Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone sank auf 1,2 (3,4) Punkte. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 2,5 erwartet. Für das Verbrauchervertrauen wurde ein Anstieg auf minus 24,9 (minus 27,0) gemeldet. Das entsprach der ersten Veröffentlichung und auch den Prognosen von Volkswirten.
Die Verkaufspreiserwartungen der Industrie sanken zum vierten Mal in Folge, sie lagen aber immer noch weit über ihrem langjährigen Mittelwert. Das Gleiche galt für die Verkaufspreiserwartungen des Dienstleistungssektors.
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DJG/hab/sha
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August 30, 2022 05:00 ET (09:00 GMT)